Wir kennen ja diesen Spruch "Leben und leben lassen". Er wird ja sehr oft im Zusammenhang mit einer toleanten Einstellung gebraucht, man will ja zeigen wie tolerant man ist.
Stellt sich nun doch die Frage, ob wir den Spruch immer und zu jeder Gelegenheit verwenden dürfen. Dürfen wir zu unseren Mitmenschen tolerant sein, wenn wir sehen wie gedankenlos sie tierische Produkte konsumieren.
Gilt da auch der o.g. Spruch, so nach dem Sinn, die lassen uns leben und wir sie!
Ist es tatsächlich damit getan? Ich stelle mir immer wieder die Frage, vorallem, wenn ich in der Diskussion mit tierprodukt verzehrenden Mitmenschen stehe und eben immer wieder frustriert erkennen muss, man bewegt nichts in diesen Menschen. Da ist einfach eine Leere, egal ob wegen Klimaschutz, Gesundheit, Tierschutz, man läuft ins Leere. Das erste Argument ist meist das "ich esse eigentlich nur sehr wenig Fleisch", das sind den schon Menschen, die ein schlechtes Gewissen haben, nach oder während der Diskussion. Andere werden gleich agressiv, wieder andere haben nur ein Schulterzucken übrig.
Problematisch wird es immer mit Verwandten, Freunden, Bekannten, halt Menschen, die man gern hat oder liebt.Da schmerzt es einem schon mehr, wenn man nicht durchdringt.
Wieder zurück zur Toleranz. Dürfen wir Tolerenz gegenüber Mitmenschen haben, die es als natürlichen Lebensprozess ansehen, sich von Tierprodukten zu ernähren und glauben darauf als "höherentwickeltes Wesen" Anspruch darauf zu haben.
NEIN ! Keine Toleranz ! Also intolerant ?Das bedeutet nun nicht, dass diese Intoleranz heisst "Gewalt, Streit, böse Worte und was einem noch an anderen negativen Dingen einfällt".
Das bedeutet für mich,
- dass ich immer deutlich zu meiner Ansicht stehe
- dass ich keiner Diskussion aus dem Weg gehe, friedlich, ruhig, aber bestimmt
- dass ich geduldig, beharrlich, vorallem bei mir wichtigen Menschen, die Diskussion immer wieder aufnehme
- dass ich durch mein vorleben der vegetarischen/veganen Ernährungsweise für andere Vorbild sein will.
Es ist wichtig, genauso wichtig wie man sich zur Gewalt verhält, auch hier immer und überall ein Zeichen zu setzen. Wir dürfen den o.g. Spruch uns hier nicht einverleiben, aus Gewohnheit, Angst, auch nicht aus Resignation.
Also, lassen wir leben, in diesem Sinne, aber bleiben wir konsequent in unserm Tun, auch anderst denkend und lebende Menschen von der tierfreien Nahrung zu überzeugen.
Oft fehlen uns einfach auch die überzeugenden Worte in der Diskussion, geht mir auch manches mal so. Inzwischen habe ich mir eine kleine Broschüre von Dr. med Ernst Walter Henrich, Restaurant Hotel Swiss Vegan, Kreuzlingen/Konstanz (
http://www.provegan.info/ ) besorgt (kann man sich auch schicken lassen), die so ziemlich alles enthält, was zur Erklärung notwendig ist, einschliesslich eines Erlebnis-Berichtes einer damals noch im Praktikum stehenen Tier-Ärztin auf einem Schlachthof ( Wer diesen Bericht liest und dann einfach wieder seiner Arbeit nachgeht, der ist einfach kalt, innerlich tot). Diese Broschüre gebe ich dann weiter.
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