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Wie wichtig ist mir Religion, meine Religion, andere Religionen? Sind sie in unserem Jahrhundert noch zeitgemäss?

Das würde ich gerne mit Euch diskutieren.

Die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft, der rasante Wechsel von der Industriegesellschaft zur Wissengesellschaft macht auch an diesen Fragen nicht halt. Wie formieren wir uns darin, wie wichtig ist für uns noch die angewandte Religion. Kann sie uns noch Halt, eine Richtung geben oder lösen sich die religiösen Werte auf, in uns, in der Gesellschaft?

Die Vielschichtigkeit unserer Gesellschaft erlaubt heute mehr denn je sich "seine Religion" auszusuchen. Die Religionszugehörigkeit ist kein Merkmal mehr, ob man "ankommt" in der Gesellschaft.

Die Unterschiede der zwei Haupt-Glaubensrichtungen (katholisch/evangelisch) in Deutschland sind im alltäglichen Lebensbereich nur noch marginal zu erkennen und prägen kaum noch den öffentlichen Bereich, von christlichen Feiertagen abgesehen. Sie sind sehr "privat" geworden. Die Abwanderung, der Kirchen-Austritt wird hier leichter vollzogen als in anderen Religionen. Deswegen werden diese Menschen nicht zu Atheisten, sie suchen neue Werte, suchen nach anderen "Wahrheiten oder Antworten, die ihnen diese Kirchen nicht mehr geben können. Die heutige Informationsgesellschaft über Buch und Internet hat hier ein unwahrscheinlich breites Spektrum dafür geöffnet. Es ist weniger die Gemeinschaft, die für diese Menschen noch zählt, sondern ihre persönliche spirituelle Erfahrung, die sie suchen und in diesen Kirchen nicht mehr finden können.

Jüdische oder aber Moslemische Religionen scheinen da noch weit mehr Zugriff auf das Leben der Gläubigen zu haben, sind noch fest im Griff der betr. Religion, zumindest in den islamischen Glaubensrichtungen. Kultur und Religion haben sich in diesen Religionen noch nicht soweit auseinander gelebt, das "In  Frage stellen" wird kaum oder sehr selten realisiert. Ist das so?
Gibt es auch in diesen Religionen einen "Zeitgeist, der rebellisch macht, der zur Abkehr führt.

 

Wie stark sind eure Bindungen noch an eure Religion?

Wie stark ist die familiäre Bindung in dieser Richtung für Euch?

Welche Werte sind für euch wichtig, die in der Kirche nicht mehr zu finden sind?

Wünscht Ihr Euch eine einheitliche Glaubensgemeinschaft, die mehr ethische Werte vermittelt und lebt

Sind vegetarische/vegane Lebensprizipien in Euere Kirche massgeblich vertreten.

 

Ja, das wären so die zentralen Fragen, über die ich gerne Eure Meinung erfahren möchte.

Auf einen regen Meinungsaustausch freue ich mich

herzlichst

Gerhard

 

 

 

 

 

 

Tags: Glauben, Kirchen, Religionen

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 44x ANGESCHAUT

Antworten auf diese Diskussion

Hallo Gerhard,

 

zunächst finde ich es toll, daß Du eine m.E. sehr wichtige Diskussion einleitest.

Ich selbst bin schon vor einigen Jahrzehnten aus der katholischen Kirche ausgetreten, weil mir viele "Unpässlichkeiten"

bezüglich der Glaubenslehre und dem realen Handeln des Kirchenapparats auffielen.

Ich bin zwar etwas enttäuscht, daß sich bisher kein Veggie zu diesem Thema, welches hinsichtlich einer zwingend

notwendigen Neuorientierung in globalem Ausmaß fundamentale Bedeutung haben muß, geäußert hat.

Bitte lass' Dich nicht entmutigen, wir etwas erfahreneren Erdenbewohner müssen eben geduldig sein mit unseren meist

jugendlichen Mitstreitern.

Ich persönlich habe mir angewöhnt, immer wieder die Natur als meinen "Schöpfer" zu würdigen.  Ich mache das nicht

in übertriebener Form, sondern z.B. dann, wenn sich jemand bei mir bedankt oder mich fragt, woher meine mir

zugefallenen Talente kämen. Stets wird meine Antwort folgendes beinhalten :  Die Natur hat es mir gegeben. Ich danke

der Natur dafür.

Mittlerweile erfahre ich, daß sich immer mehr Menschen aus unterschiedlichen Religionen und Kulturen mit mir unterhal-

ten.  Ich sage ihnen, daß es nicht darauf ankommt, sich eine Figur wie die des allmächtigen Gottes vorzustellen,

sondern (wenn es ihn gibt) die Vielfalt der (dann von ihm geschaffenen) fantastischen Natur zu bewahren.

Meine "Gebete" bestehen dann darin, z.B. einfach mal in den Wald zu gehen und das organisierte Leben der Ameisen

zu beobachten.  Solche Exkursionen und die gewonnenen Eindrücke stärken mich immer wieder, weiter für eine

Umkehr der Verrohung in Richtung Sensibilisierung zu kämpfen.

 

Für heute möchte ich jetzt meinen Beitrag beenden, mich aber gerne bei solch' relevanten Diskussionen weiter

beteiligen.

 

Danke Gerhard, weiter so.

Hallo Bernhard,

Danke für dein Feedback.

Ja, man könnte enttäuscht sein, ob der geringen Resonanz, aber ich bins nicht. Es gab ja schon andere Blogs in dieser Gruppe hier, in denen sehr ausführlich diskutiert wurde, vielleicht wars einfach zuviel hintereinander.

Vegetarismus/Veganismus ist letztlich ja ein Glied ethischen handelns. Obwohl auch in den christlichen Religionen ursprünglich Bestandteil eines Lebens, sind die Kirchen davon abgerückt, überlassen es quasi dem "Privaten" des Gläubigen. Aber das habe ich ja oben geschon beschrieben und will mich nicht mehr wiederholen.

Nun ja, vielleicht melden sich nach Deinem Eintrag vielleicht doch noch der eine oder andere

Hallo Vegantop,

ich glaube nicht, daß wir so einfach ein sehr wichtiges Thema abhandeln können.

Wir alle wissen aus unserer Schulzeit, wie die Geschichte der Menschheit übersät ist mit Kriegen, Intrigen

und Machtkämpfen jeglicher Art.

Wenn Du sagst, alle Religionen seien erfunden, so ist dies vollkommen richtig.

Auch das Geld ist von Menschen erfunden und niemand kann ernsthaft behaupten, daß es gerecht verteilt ist.

Deshalb müssen wir uns unbedingt über Regeln Gedanken machen, wie dies zu ändern wäre.

Tun wir das nicht, so müssen wir uns leider von unserer Mutter Natur, der wir zu wenig Beachtung geschenkt

haben, verabschieden.

Hallo Gerhard,

"Sind Religionen noch zeitgemäß", mehr denn je! Denn wir wollen doch schließlich keine neue Weltordnung, in der Satananismus als Weltreligion angenommen wird? Wir wollen doch Kultur, Werte, Traditionen, altes Wissen bewahren und an unsere Kinder weitergeben? NUR LIEBE setzt der satanischen Neuen Weltordnung etwas entgegen.

Gruß!

Gerhard, bitte melde Dich.

Ich bin gespannt auf Deine Antwort.

Es mag ja solche Vertreter geben, als Religion werden sie sicherlich kein Bein auf die Erde bekommen. Da mache ich mir keine Sorgen. Vielmehr erscheinen mir die christlichen Religionen durch ihre Vergangenheit geprägt, diese immer noch nicht abgeschüttelt zu haben, sie wollen letztlich auch nicht.

Man muss unterscheiden zwischen Glauben und Kirche. Auch muss man natürlich unterscheiden zwischen reformierten Kirchen und der Erzkiche.

 

Welchen Wert haben Traditionen. Wenn Tradition eine gelebte Moral/Ethik vorweist, dann ist sie immer richtig. Die sehe ich allerdings nicht wirklich in den kirchlichen Instituten

Wenn man vielleicht altes Wissen im Sinne des z.B. Schamanentums benennt, dann hätten wir alle Gründe dieses Wissen aufzunehmen und zu bewahren.

Ich zweifle leider daran, dass die christlichen Kirchen, vorab die RK, wirklich früheres Wissen weitergeben, das was in urchristlichen Schriften steht, wird verborgen, der Rest ist so verfremdet, dass es schon weh tut daran zu glauben.

 

Was ist wichtig, eigentlich ganz wenig, Mitgefühl zu allem Leben (auch des Nichtmenschlichen). Das ist die Basis eines irdischen Lebens. Braucht man dazu eine Religion?

Die christlichen Kirchen würden vielleicht auch glaubwürdiger z.B. Du sollst nicht töten), wenn sie definitiv das Vegane als Basis ihres Glaubens lebenen, vorleben würden.

 

Die spirituelle Ansicht, die sich in den betr. Religionen anbietet, also auch da fehlt mir so einiges an Verständnis, z.B. die Vorstellung über Gott. Keiner hat darüber Kenntnis, welch ein Wesen das ist, aber die Religionen wissen das und versuchen ihre Ansicht von Gott als wahrhaft darzustellen.

Die Vergangenheit der kat.Kirche z.B. trägt absolut nicht dazu bei deren Glauben lebendig zu leben.

 

 

 

 

 

http://www.youtube.com/watch?v=fQLvZl-FGP4

Die dunkle Macht der Bruderschaft

 

Ein 10-minütiger Film, vielleicht öffnet er Euch die Augen.

Und das, am Ende auch etwas zu Religion:

http://www.youtube.com/watch?v=hqcItI-1Jjc

 

Hallo nichtvondieserwelt,

ich kannte diese beiden Filme schon, aber ich habe sie mir nochmals angesehen.

Daß es diese globalen Verschwörungen von Wissenschaft, Religionen, Politik usw. gibt,

ist nichts neues.

Darum möchte ich Dich bitten, eine neue Diskussion zu eröffnen, in welcher der Begriff

"Weltordnung", der Dich so zu irritieren scheint, nicht vorkommt.

Die Redaktion wird Dir auch bestätigen, daß ich erst seit ein paar Tagen Mitglied bei

Vegetarier24 bin.  

Und wenn Gerhard noch so freundlich wäre, was ich voraussetze, so wirst Du wissen, daß

wir uns nicht kennen und einzig über die Diskussionsseiten voneinander erfahren haben.

Es gibt also keine Verschwörung, sondern das ehrliche Bemühen einer Gemeinschaft,

zu der auch Du gehörst, notwendige Veränderungen voranzubringen.

Danke.

Daß Du erst seit ein Paar Tagen hier Mitglied bist, beweist nicht, daß Du keinen Auftrag haben könntest. Auch, wenn Du Gerhard nicht kennst, ist das kein "Beweis". Aber ich nehme es zur Kenntnis.

 

Beide Filme kanntest Du also schon. So so. Das ist allerdings wieder recht merkwürdig. Dann hast Du diesen Ausdruck "Neue Weltordnung" also nicht "aufgeschnappt", sondern hast Dich damit intensiv auseinandergesetzt. Eben noch hast Du so getan, als wüsstest Du von nichts. Sehr merkwürdig das alles.

 

Wenn "Deine" gewünschten Veränderungen die "Neue Weltordnung" sein sollen, bringe ich sie garantiert nicht voran. Das ist alles, was ich ausdrücken wollte. Diese Frage hast Du mir aber noch nicht beantwortet. Befürwortest Du die Neue Weltordnung: Ja oder Nein?

 

Danke.

Ich möchte Dich bitten, wenn Du immer wieder auf diesem von mir ausgewählten

Begriff "Weltordnung" herumreiten möchtest, dann auch auf der dazugehörigen

Seite Stellung zu nehmen und eventuell eine neue Diskussion einzuleiten.

Es muß nicht sein, daß wir Gerhard's Thema derart verunstalten.

Danke.

 

Oh, erst so kurz angemeldet und schon glaubst Du, Dich hier als Moderator aufspielen zu können?

 

Ich schreibe und antworte so, wie ich es für richtig halte, merke Dir das!

 

Du hast Recht,

ich werde mich für eine Weile zurückziehen und Dir das Feld überlassen.

Viel Spaß!

 

 

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