vegetarier24.de | Community - Vegetarismus - Rezepte - Forum

Viele Eltern erschrecken, wenn ihre Zöglinge ihnen offenbaren, von nun an fleischlos leben zu wollen. Sie fürchten eine Mangelernährung und damit verbundene Entwicklungsstörungen. Doch Wissenschaftler geben Entwarnung: Kinder, die sich ausgewogen mit viel Obst, Gemüse, Getreide- und Milchprodukten ernähren, erhalten alle lebenswichtigen Nährstoffe, die sie brauchen. Die Ernährungswissenschaftlerin Ute Alexy rät Eltern allerdings dazu, besonders auf eine ausreichende Eisenzufuhr zu achten.



Die Mitarbeiterin vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund empfiehlt daher, dem Nachwuchs Vollkornprodukte immer in Verbindung mit Vitamin C anzubieten, da hierdurch die Eisenaufnahme erleichtert wird. Milchprodukte hingegen hemmen die Verwertung des Spurenelements. "Das Müsli sollte deshalb am besten mit Fruchtsaft und nicht mit Milch gegessen werden“, so Alexy.

Während der Augsburger Kinderarzt Martin Lang der Meinung ist, Kleinkindern zwischen sechs und achtzehn Monaten aufgrund des gesteigerten Eisenbedarfs auf jeden Fall auch Fleisch-Gemüse-Brei anzubieten, hält die Wissenschaftlerin Alexy auch dies bei einer ausgewogenen Ernährung nicht für nötig. Rein vegane Kost im Kindesalter hingegen sieht auch die Dortmunderin kritisch, da einfach zu viele lebenswichtige Nährstoffe für eine gesunde Entwicklung fehlen.

Laut einer Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (Kiggs-Studie des Robert-Koch-Instituts) ernähren sich immerhin drei Prozent der unter 18-Jährigen freiwillig fleischlos. Sie stoßen dabei meist nicht nur bei ihren Eltern auf Unverständnis, sondern werden oft auch in der Schule und von Freunden komisch angeschaut. Dennoch gelingt es den meisten der vegetarisch lebenden Kinder, ihre bewusste Ernährung, trotz kritischer Blicke der Umgebung, beizubehalten.

Hast Du selber schon Erfahrung mit fleischloser Kost bei Kindern und Jugendlichen gesammelt? Würdest Du Dein Kind dabei unterstützen, sich vegetarisch zu ernähren?

Quelle: www.sueddeutsche.de

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 338x ANGESCHAUT

Darauf antworten

Antworten zu dieser Diskussion

Ich stöbere ja wieder weiter durch ältere Diskussionen - und finde solche Schlichtungsversuche wie den von Dir Gerhard hier sehr schön. So etwas braucht man in Foren. Gerade weil man andere oft falsch verstehen kann wenn nur der Schriftverkehr da ist. Kenne ich von mir selber. Da schaukelt sich dann viel hoch - ohne weise Kommentare von Außen :-)

Hallo,
bin 14 und noch nicht sehr lange Vegeaner (wenn ich das schon sagen kann :D (seit gestern!)). Seit 2 Wochen Vegetarier.
Da es einem ja im Kindesalter nicht leicht von alleine bewusst wird was man tut etc. (denk ich mal).
Hab mir diese Diskussion hier durchgelesen und denke: So bringt man leute zum ausstieg -.-. Natürlich hast du Recht Martin, aber jeder lebt halt wie er will. Du wolltest sie zwar überzeugen, hast aber durch negativen Ton, eher zum negativen, statt zum positiven gebracht (denk ich mal, vielleicht ist Petra sich dadurch ja bewusst geworden, das es so ist. Man hätte sie aber auch anders überzeugen als sie förmlich runterzumachen!)
mfg Tuck
Ich finde es sehr schwierig umzusteigen. Wie ich in den letztwn Tagen gemerkt habe, hatte man vorher kaum drauf geachtet wo überall, doch Käse, Milch und Eier inhalten sind. Erwische mich immer noch selber beim essen von nich-vegeanischem essen :D. Da es mir erst später einfällt das ich nur dran gedacht habe kein Fleisch zu essen. Aber ich denke man hat immer Leben immer etwas neues zu lernen.

Ich wünsche dir auch alles Gute und ein tolles Leben!

mfg Tuck
Tuck, mach langsam und stress Dich bloß nicht rein. Auch auf die Gefahr hin, dass Du mich jetzt gleich nicht mehr leiden kannst: sei erst mal bitte hauptsächlich Vegetarier. Darin liegt keinerlei Gefahr für Deine Gesundheit, es sei denn, Du ernährst Dich von Kartoffel-Chips und Pudding ;-)
Weißt Du, vegan leben ist in unserer Gesellschaft ziemlich aufwändig und man braucht eine Menge Zeit, sich mit allem vertraut zu machen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du diese Extrazeit neben der Schule und allem noch findest. Ich lebe zwar selbst vegan, aber ich führe auch einen eigenen Haushalt und bin zudem noch selbständig, arbeite direkt neben meiner Wohnung und bin daher vom Angebot in der Stadt, von Mensa, Kantine und so weiter unabhängig.
Ich hab meine Antwort von gestern gerade gelöscht, weil ich mir an den Kopf gegriffen habe, als mir klar wurde, was für ein Esel ich war :-)
Wenn man so jung so einen Riesenschritt machen will, sind fatale Fehler fast vorprogrammiert. Gesundheitlich, sozial und so weiter. Ich bitte Dich ernsthaft, bleib Vegetarier und verschieb das Veganleben. Zumindest so lange, bis Du mit dem Wachsen fertig bist.
Also zuerst mal mein respekt Tuck, das mit 14 Jahren, den Umstieg, finde ich einfach toll.
Aber Barbara hat schon auch recht, 14 Tg. Vegetarisch und dann umstellen auf Vegan. Das geht nicht. Denke bitte doch daran, Dein Organismus muss sich doch auch darauf einstellen. Ausserdem, wer versorgt Dich mit all dem was notwendig ist um vollwertig und gesund zu leben. Bist Du allein in der Familie, der sich so ernährt, das könnte schon einwenig problematisch werden, man muss da an vieles Denken. Obst und Gemüse allein tuns da auch nicht.
Und vegan ist logischerweise noch ein grösserer Schritt in der Ernährungsumstellung, das muss langsam geplant werden. Also lass Die etwas Zeit, wichtig ist Du hast es schon so früh erkannt und es bleibt in Deinem Bewusstsein, dann kannst Du dir auch kleine "Sünden" verzeihen.
Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass Tuck auch hier im Forum weiterliest...
Ist das ein Witz? Veganismus als gefährliche Mangelernährung darzustellen hätte ich vor zehn Jahren erwartet, aber scheinbar sind sogar heute einige Leute noch nicht viel weiter.
Man kann jederzeit vegan werden, ohne "langfristige Planung" oder ähnlichen Unfug. Das einzige, worauf man achten muß, ist eine B12-Quelle (übrigens auch bei nicht-veganer Ernährung), ansonsten gibt es bei einer ausgewogenen Ernährung keinerlei Probleme und damit kann man sofort damit anfangen.
Jemandem vom Veganismus abzuraten, obwohl es um Leben und Tod geht (und zwar der betroffenen Tiere), ist nur grotesk.
... und genau die ausgewogene Ernährung traue ich einem 14-jährigen Schüler nicht zu. Du vielleicht?

Die Wahrscheinlichkeit, dass er bei seinem gewaltfreien Weg bleibt, wenn er sich krampfhaft an Dogmen festkrallt und vor lauter Angst, Fehler zu machen, seinen normalen Anforderungen nicht mehr nachkommen kann, ist nicht eben hoch.
Wie wäre es dann mit Hilfe und Unterstützung statt Panik-Mache?

(Am Rand: Ich selbst bin mit 13 vegan geworden und damals gab es wesentlich weniger Informationen und Anlaufstellen als heute.)
Oh das ist interessant. Dadurch hast Du natürlich sehr viel mehr Erfahrung als ich. Schreib ihm doch einfach direkt und biete Deine Unterstützung an.

RSS

Was passiert gerade?

© 2012   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Yoga-Forum | Yoga-Kurse | Yoga-Magazin | Vegetarier-Forum | Werbeagentur Münster

Abzeichen  |  Problem melden  |  AGB