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Weltweit größter Teeproduzent beendet nach Treffen mit PETA alle Tierversuche für Tee

Der weltgrößte Teeproduzent Unilever, unter anderem Hersteller von Lipton-Tee, hat wenige Tage vor dem Start einer internationalen PETA-Kampagne angekündigt, mit sofortiger Wirkung weltweit keine Tierversuche mehr für Tee oder die Inhaltsstoffe von Tee durchzuführen, sollten diese nicht gesetzlich vorgeschrieben sein.

Unilevers Entscheidung erfolgte, nachdem das Unternehmen über 40.000 E-Mails von PETA-Unterstützern weltweit erhalten hatte, darunter alleine über 8.500 über die Website PETA.de, und ein Treffen mit PETA-Vorständen aus Deutschland, Großbritannien, Indien und den USA stattfand. Während dieses Treffens wurde Unilever über die unmittelbar bevorstehende globale „Lipton: Tierversuche für Tee“-Kampagne in Kenntnis gesetzt. Die PETA-Vertreter gaben den Repräsentanten von Unilever einen exklusiven Einblick in die geplante Kampagnenwebsite, die sowohl harte Fakten über schmerzhafte Tierversuche an Schweinen, Kaninchen und Ratten, als auch verfremdete Versionen der Labels des Tee-Herstellers beinhaltete. Daraufhin veröffentlichte Lipton auf seiner Website eine neue Richtlinie mit dem Hinweis „Unilever wird ab sofort für unsere Tees und Tee-Produkte keine Tierversuche durchführen.“


„Die Entscheidung von Lipton bedeutet, dass das Unternehmen nicht länger lebende Schweine misshandeln oder Kaninchen enthaupten wird“, so PETA-Gründerin Ingrid Newkirk, die anmerkte, dass PETA als Teil der Kampagne ansonsten eine aufsehenerregende „Tea Party“ zum Kampagnenstart in Unilevers Hauptquartier in den USA veranstaltet hätte, sowie weltweite Protestaktionen, unter anderem blutige „Teebeutel-Demos“ in Deutschland. „Wir danken dem Unternehmen dafür, dass es auf die Bedenken vieler tierfreundlicher Teetrinker gehört und diese grausamen Tierversuche beendet hat.“

Lipton hatte Experimente finanziert, in denen Ferkel mit E.coli infiziert und ihre Därme aufgeschnitten wurden, während sie noch lebten, Mäuse erstickt oder durch Genickbruch getötet und Kaninchen enthauptet wurden und Ratten massive Hirnschäden zugefügt wurden. Diese Experimente waren nicht gesetzlich vorgeschrieben; europäische sowie US-amerikanische Regulationsbehörden erlauben Angaben zu möglichen gesundheitlichen Vorzügen von Lebensmitteln nur aufgrund klinischer Studien am Menschen. Moderne In-vitro-Tests und unbedenkliche Testmethoden an Menschen sind aufgrund der enormen physiologischen Unterschiede zwischen Menschen und anderen Tieren effektiver als Tierversuche.

Lipton gesellt sich mit dieser Entscheidung zu den vielen Getränkeherstellern, die sich bereits gegen Tierversuche ausgesprochen haben, einschließlich des weltweit führenden Herstellers von grünem Tee, ITO EN, sowie der Marken Twinings, Teekanne und TeeGschwender. Einzige Ausnahme der neuen Firmen-Police wäre die äußerst selten eingesetzte Forderung nach Tierversuchen durch eine ausländische Regierung, wie beispielsweise der chinesischen, oder einer Behörde, die tierfreie Testmethoden, wie sie in der EU oder den USA eingesetzt werden, nicht anerkennt.

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Allein in der Bundesrepublik Deutschland sterben jährlich noch immer mehrere Millionen Tiere im Namen der Wissenschaft. Dass man von den aus Tierversuchen gewonnenen Ergebnissen nicht auf die Wirkung beim Menschen schließen kann, ist inzwischen bekannt.
Für Hamster ist leckere Petersilie tödlich, Meerschweinchen sterben an dem für uns lebensrettenden Penicillin, Schafe können Unmengen des Nervengifts Arsen vertilgen – wie will man da wissen, welches im Tierversuch gewonnene Ergebnis auf den Menschen übertragbar ist und welches nicht?
Gute Frage... die ganze Sache ist immer ein Glücksspiel mit "Mitteln", die sich nicht wehren können... und einige von ihnen sind zudem sehr preisgünstig weil sie sich unheimlich vermehren, platz- und futtersparend sind. Zumindest für den Zweck, den sie da zu erfüllen haben. Ebenso "sinnvoll" ist es ja, dass für jedes Medikament jeder Wirkstoff noch einmal getestet werden muss, selbst wenn das schon längst eine andere Firma gemacht hat. Das ist Pharma. :( Da geht es nur ums Geld. Gut, dass einige mittlerweile dahinter kommen.

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