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Vegetarismus ist weiblich: Wieso sich Frauen öfter fleischlos ernähren als Männer

Wissenschaftler versuchen den Sachverhalt zu ergründen, warum sich immer noch mehr Frauen als Männer für eine vegane oder vegetarische Ernährung entscheiden. Geht man in der Evolution zurück, ist die Rolle des Mannes als Ernährer, als starker Beschützer und dominanter Teil der Partnerschaft, besonders deutlich ausgeprägt – letztendlich Rollenmodelle, die traditionell mit dem Fleischkonsum verknüpft sind. Moderne Männer sind deshalb öfter Vegetarier als konservative Zeitgenossen.

Auch die Gründe für den Vegetarismus liegen bei Männern anders als bei Frauen. Gerechtigkeitssinn in Bezug auf Welternährung und Ressourcenschonung spielen bei Männern eine entscheidende Rolle, wenn sie auf tierische Lebensmittel verzichten. Bei Frauen herrschen dagegen empathische Motive vor. Mitleid mit den Tieren, inhumane Aufzucht und der Schaden, den tierische Produkte am eigenen Körper bewirken können, stehen bei weiblichen Vegetariern im Vordergrund.

Die öffentliche Wahrnehmung von weiblichen und männlichen Vegetariern wird durch scheinbar moderne Marketing-Maßnahmen gesteuert. Die Werbung versucht, Veganerinnen und Vegetarierinnen – ähnlich dem Vorbild der Anti-Pelz-Organisation Peta – als schöne und ästhetische Frauen zu inszenieren. Schönheit braucht kein tierisches Leid. Bei männlichen Vegetariern wird dagegen die intellektuelle Entscheidung gegen Fleisch in den Vordergrund gestellt. Während Frauen eine passive Rolle zugewiesen wird, steht man Männern eine aktive Position im Umgang mit Fleisch und tierischen Produkten zu.

Worin seht Ihr die Ursache, dass Frauen häufiger Vegetarier sind als Männer? Diskutiert mit uns über die unterschiedlichen Beweggründe des weiblichen und männlichen Vegetarismus.

Quelle: www.vebu.de

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Gute Frage -die ja eigentlich durch den Artikel selbst beantwortet ist- Frauen sind
halt noch mehr sensibel, feinfühliger als die meisten Männer.
Aber ich kenne auch viele Frauen, denen es völlig egal ist, ob ein Tier für ihre
Ernährung stirbt oder nicht.
Ich frage mich viel mehr, wo sich die Vegetarierinnen alle verstecken... :-) *such*
Sie können ihren archaischen Nukleus besser befreien weil sie nicht so destrukiv sind???
An den Genen liegt es aber sicher nicht aber vielleicht weil sie ein wenig zu Eitelkeit neigen als Männer, da ja die veg.Ernährungsweise eher zu einer besseren Körperfigur führt, was sich aber heutzutage schon wieder geändert hat, oder sind Frauen einfach schlauer als Männer?
Schlauer sind Frauen nicht aber im Schnitt intuitiver, mitfühlender und hingebungsvoller. Ist anscheinend von der Natur so eingerichtet, sonst würde der Nachwuchs völlig auf der Strecke bleiben. Diese Eigenschaften wirken sich dann eben auch auf die Ernährung aus. Aus demselben Grund machen z. B. auch viel mehr Frauen Yoga als Männer bzw. interessieren sich für Spirituelles. Da ist Hingabe und Intuition gefragt..
Hi, habe meine Bachelor Arbeit zu dem Thema geschrieben: Media Representations of Meat and Masculinity. Ergebnis: die alten Clichees sind noch sehr tief in der breiten Meinung vorhanden. Fleisch macht stark, ist männlich. Gemüse ist für Frauen etc. Wahlweise sind Frauen mit Fleisch (zum Verzehr von Männern, Polygameat Werbung googeln) und als Gemüse (weil sie es essen) assoziiert. (bezieht sich auf englischen Sprachraum)
Ich empfehle hartgesottenen "The Sexual Politics of Meat" von Carrol Adams, sie beschäftigt sich ausführlich mit der Ausbeutung von Frauen und Tieren und deren Vergleiche. Etwas moderater ist auch Nick Fiddes "Meat as a natural Symbol", das sich eher mit der Kulturgeschichte von toten Tieren als Nahrung beschäftigt.
Es ist da wohl noch viel Aufklärungsarbeit nötig um den Männern die vielleicht eigentlich Vegetarier werden würden die Ansgt vor Männlichkeitsverlust, und sei es nur im sozialen Ansehen, zu nehmen.
Hi Angie,
Fisch kann man nicht so quälen...
sicher hast du schon mal in einem Film gesehen wie Fische gefangen werden, wie sie zappeln und ersticken. Vielleicht werden sie auch vorher tot geschlagen. Die Meere sind im Moment überfischt, weil man sie mit Schleppnetzen fast leer gefischt hat. O. K. da werden jetzt Fische gezüchtet und die leben doch im Wasser und fühlen sich da wohl. Sie leben in engen Käfigen und erfüllen nur einen Zweck schnell groß zu werden, um auf einem Teller zu landen. Weil diese Lebensumstände so ungünstig sind bekommen sie Medikamente, meist Antibiotika, damit sie nicht vorher sterben. Es ist deine Entscheidung, aber mache sie dir nicht zu leicht.

Grüße Marga
Ich glaube dass auch Angie das weiß.
Aber es ist doch besser fast-Vegetarier zu sein als garnicht drauf zu achten was man isst. Also müssen wir (die Vegetarier/Veganer-"Gemeinde") doch nicht gleich jeden angreifen (ok, des hast du nicht, aber seh ich oft), der ehrlich mit sich selbst is und es (noch) nicht ganz schafft, auf Fleisch (dazu zählt auch Fisch^^) zu verzichten :-)
Oder seht ihr das anders?
Greetz
Wieso sollte (mehr als) berechtigte Kritik eine Form von "Angriff" sein?

Und natürlich ist es besser, weniger Tiere umbringen zu lassen als mehr. Aber (und das kann man entsprechend übertragen) würde ein Richter einem Bankräuber, der 1000 Euro gestohlen hat und sich rechtfertigt, daß die Bankräuber, die 100000 gestohlen haben doch viel schlimmer seien, darauf hinweisen, daß das nicht der Punkt ist.
Angie Sommerkamp schrieb: Ich denke immer, Fisch kann man nicht so quälen, wie die anderen armen Tiere, die so gar nicht artgerecht gehalten werden.

Verlieren die Tiere ihr Recht auf Leben, wenn man sie "nicht quält"? Darf man Menschen im Schlaf erschießen? (Das wäre schließlich völlig quallos oder nicht?) Oder mit Schmerzmitteln vollstopfen und dann erschießen, ist auch "ohne Qual".

(Beiseite gelassen, daß bei Fischen komplexe Schmerzempfindung erst jüngst wissenschaftlich bestätigt wurde. Und im übrigen gibt es keine "artgerechte Haltung", jede Form der Tierausbeutung ist verwerflich.)
Geht es noch ein bisschen simplizistischer? Warum sollte man komplexe Zusammenhänge nicht als solche erkennen wenn man sie auf eine simple Männer/Frauen-Aufteilung reduzieren kann?
Was hat denn das ganze mit Fisch und Schmerzempfindung zu tun, ist doch ein ganz anderes Thema.
Vegetarismus ist nicht weiblich, nur weil mehr Frauen fleischlos leben. Ihr habe doch die Antwort selbst gegeben.
Es ist dieses blöde Rollenspiel, das die Menschen früher mehr als heute schon mit der Muttermilch reingezogen bekommen.
Die Frage ist, warum sich da heute eine kleine Blüte der Erkenntnis bei Männern auftut, warum nicht schon zu früheren Zeiten. Dies hat schon sehr viel mit dem veränderten Bild "männlich/weiblich" zu tun. So wie sich heute neue Lebensgemeinschaften öffentlich bekennen, so wie es heute möglich ist auch unbeschwert anderst zu sein als die anderen, so trauen sich auch mehr Männer, vor allem Junge, aus ihrer anerzogenen "Männlichkeit" herauszutreten, sich vielleicht auch mehr als humanes Wesen zu verstehen und nicht nur als Geschlechtsmerkmal herum laufen zu müssen. Dieser Wandel bewirkt auch ein Umdenken in der Ernährung bei Männern. hoffe nur, dass bei den Frauen da nicht ein Umkehrschub eintritt, ähnlich wie beim Rauchen, wo das auch festzustellen ist
Meiner Meinung nach ist die Antwort recht einfach: Weil Frauen der Wahrheit eher ins Gesicht sehen (und auch selbstkritischer sind) als Männer.
In meinem Freundeskreis zB wissen alle, dass es für omnivore Ernährung keine Argumente gibt (lässt man den Geschmack mal außen vor). Es hat sich zwar noch niemand zu einer "echt" vegetarischen/veganen Ernährung durchgerungen, aber die meisten Mädels die ich kenne essen schon wesentlich weniger oft Fleisch und sagen zu mir "Du hast Recht, aber mehr Verzicht schaff ich net". Die Männer dagegen haben so nen Alleinvertretungsanspruch und finden immer irgendeine Ausrede um ihren Fleischkonsum beizubehalten (oder, was ich auch schon erlebt hab, aus Trotz zu erhöhen à la "Isst dus net, ess ichs halt". Hat aber keiner lang durchgehalten^^).
Das is die Erfahrung die ich gemacht hab, bin gespannt obs euch genauso geht :-)
Interessant finde ich, dass es als selbstverständlich vorrausgesetzt wird, dass Frauen sich häufiger vegetarisch ernähren als Männer. Ich weiss, dass sich sich bei der Selbsteinschätzung mehr Frauen als Männer zu einer vegetarischen Ernährung bekennen, allerdings sind da auch Frauen dabei die Fisch konsumieren oder "nur einmal in der Woche und nur Biofleisch". Bei Männern hingegen gibt es Fälle, die sich wehement weigern sich als Vegetarier "beschimpen" zu lassen, obwohl sie niemals tierische Produkte konsumieren. Das soll nun nicht heißen, dass es nicht tatsächlich mehr Vegetarierinen als Vegetarier gibt, doch dieses einfach als gegeben vorauszusetzen finde ich gewagt.
Ansonsten möchte ich darauf hinweisen, dass die sozialen Repressalien gegenüber Vegetariern bei Männern deutlich ausgeprägter sind als bei Frauen.

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