vegetarier24.de | Community - Vegetarismus - Rezepte - Forum

Es gibt aus meiner Sicht vier Gründe, vegetarisch zu leben:
Klimaschutz, Tierschutz, Gesundheit und Ethik.

Ich möchte hier den eigentlich für mich wichtigsten Grund, die Ethik nennen.Darüber wird leider zu wenig gesprochen. Natürlich bleibt es jedem überlassen aus welchen Gründen er/sie vegetarisch leben.

Zum Thema Vegetarismus- Ethik- Religionen habe ich einige Informationen in einem Buch gefunden, die exakt das ausdrücken, was ich empfinde und aus dem ich einige Passagen wiedergeben möchte, mit Genehmigung der Autors.

ETHISCHE GRÜNDE :
«Auch wenn wir gar nicht hoffen könnten,
daß jemals alle Menschen zur vegetarischen Lebensweise
übergehen werden, hätte niemand deswegen das
Recht, Fleisch zu essen. Ein Unrecht bleibt auch
dann ein Unrecht, wenn alle es verüben. [...]
Ich sage ja nicht, daß jeder Mensch, der vegetarisch
lebt, gerecht sei, sondern, daß jeder, der nicht
vegetarisch lebt, dadurch ungerecht handelt.»

(Magnus Schwantje, 1877–1959, einer der ersten großen Vorkämpfer
für Vegetarismus und Tierschutz; prägte im Jahre 1902
den Begriff «Ehrfurcht vor dem Leben»

Das griechische Wort ethos, von dem der Begriff «Ethik» abgeleitet ist, bedeutet «innere Gesinnung, Sitte und Lebensführung», die sich aus der Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung ergibt. Es ist also nicht verwunderlich, daß sich die Vertreter einer konsequenten Ethik schon immer auch mit der Problematik des Fleischessens beschäftigt haben.

Die meisten Vegetarier sind Menschen, die verstanden haben, daß wir als Beitrag zu einer gerechteren und friedlicheren Gesellschaft zunächst das Problem der Gewalt in unserem eigenen Handeln lösen müssen. Sie sind sich bewußt geworden, daß der Fleischkonsum eine massive Gewaltanwendung gegen andere Lebewesen mit sich bringt, was nicht nur überflüssig, sondern auch ethisch unverantwortbar ist.
Es scheint allerdings, daß viele Menschen, die Fleisch essen, die ethischen Konsequenzen ihrer Ernährungsgewohnheiten nicht wahrhaben wollen. Manch einer würde zweifellos sogleich Vegetarier werden, wenn er sich beim Einkaufen, Kochen und Essen wirklich des Elends und der Angst der Schlachttiere bewußt wäre oder wenn er die Tiere, die er ißt, selbst töten müßte. Nur die wenigsten Menschen würden eine Besichtigung im Schlachthof verkraften, ohne danach von Albträumen geplagt zu werden. Beim Gedanken daran, daß das, was sie gerade genüßlich kauen, vor einiger Zeit noch ein lebendiges Wesen aus Fleisch und Blut war, würden die meisten Konsumenten wohl schlagartig eine natürliche Abscheu vor dem Schlachtprodukt Fleisch entwickeln. Fleisch wird deshalb von der Industrie oft in einer Form präsentiert, die die Assoziation zum lebendigen Tier verschwinden läßt.

Wirkliche Tierliebe sollte nicht selektiv sein. Wie kann man einerseits einen Hund oder eine Katze als Haustier halten und diese Tiere lieben – oftmals gehören sie praktisch mit zur Familie – und andererseits bedenkenlos das Fleisch von Kälbern, Schweinen, Lämmern und Hühnern essen? Keine Familie würde ihr eigenes Haustier schlachten und verzehren. Gerade für Kinder wäre ein solcher Totschlag eine traumatische Erfahrung. Warum dann eine Grenze ziehen zu anderen Tieren, bloß weil sie nicht «Haustiere» sind, sondern als «Schlachttiere» etikettiert und gegen Bezahlung von anderen Menschen getötet werden? Ist ein solcher Umgang mit Tieren nicht inkonsequent und unethisch?

Religionen : Christentum (nur um mal eine Welt-Religion zudurchleuchten)
Aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung geht hervor, daß die ersten Generationen von Urchristen in der direkten Nachfolge Jesu meist nur fleischlose Nahrung zu sich nahmen. Einige Apostel werden sogar namentlich als Vegetarier erwähnt. Im Buch Paedagogus (II,1) des Clemens von Alexandrien (150–215) heißt es, daß der Apostel Matthäus «von Pflanzenspeisen lebte und kein Fleisch berührte». Der griechische Geschichtsschreiber Eusebios (264–339), Bischof von Caesarea, weist in seiner «Kirchengeschichte» (II,2,3) darauf hin, daß der Apostel und Evangelist Johannes ein überzeugter Asket und Vegetarier war. Und der Apostel Petrus bezeugt in den Clementinischen Homilien (XII,6): «Ich lebe von Brot und Oliven, denen ich nur selten ein Gemüse zufüge.»

Wie der Fleischverzehr «christlich» wurde

Bis ins 4. Jahrhundert weisen die Spuren der frühchristlichen Gemeinden aus Palästina, Byzanz, Griechenland, Karthago und Alexandria (Ägypten) deutlich darauf hin, daß alkoholische Getränke und Fleisch weitgehend abgelehnt wurden. Die damaligen Christen bezogen ihr Wissen über die Lehren Jesu aus den zahlreichen zugänglichen heiligen Schriften. Die meisten dieser urchristlichen Dokumente wurden später jedoch vom «westlichen» Christentum, dem neuen Zweig mit Rom als Zentrum, ignoriert oder abgelehnt.

Die Jesus-Bewegung verbreitete sich in den ersten drei Jahrhunderten nach Christus trotz massiver Verfolgungen im gesamten Mittelmeerraum und bis nach Indien. Diese geistige Macht führte auch zu Mißbrauch und Infiltration – und zu einer Institutionalisierung mit zunehmend weltlichen Interessen. Zu einer folgenschweren Wende kam es, als sich der damalige römische Kaiser Konstantin (280–337) entschied, diese neue Religion nicht mehr zu bekämpfen, sondern zu instrumentalisieren, indem er sie zur Staatsreligion im römischen Imperium ausrief und sich selbst zum Christentum «bekehrte». Konstantin, der nicht auf Fleisch und Wein verzichten wollte, ließ nur noch die römische Form des Christentums gelten und begann, die andere, ursprüngliche (!) Form des Christentums zu bekämpfen, oftmals mit brutaler Gewaltanwendung.

Daß die großen christlichen Religionen nach wie vor keine Notwendigkeit sehen, die Tiere vor dem Tod durch Schlachtung und vor dem Labortod durch Vivisektion zu retten, zeigt das folgende Zitat aus dem neuen Katechismus der römisch-katholischen Kirche (formuliert vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI.): «Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten. [...] Auch ist es unwürdig, für sie [die Tiere] Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.» (Seite 609, Abschnitte 2417 und 2418)

Es ist also nicht verwunderlich, daß es schon immer Stimmen gab, die von einem «Verrat der Christen an den Tieren» sprechen. «Was erwarten wir von einer Religion, wenn wir das Mitleid mit den Tieren ausschließen?» fragte sich bereits Richard Wagner, Komponist und Vegetarier.

Und der bekannte Paderborner Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann erläuterte in einem Vortrag zur Friedenskultur in den Religionen (18. August 1991) die berühmte Zeile des «Vater Unser»-Gebetes, Unser täglich Brot gib uns heute, wie folgt:

«Gedenke auch unserer älteren Schwestern und Brüder, der Tiere. [...] Verbiete dem Menschen, Tiere zu töten, um sie zu essen. Denn auch sie sind fühlende Wesen, auch in ihnen wohnt die Sehnsucht nach Leben; unsere Weggefährten sind sie auf dem gemeinsamen Weg zur Unsterblichkeit. Solange noch Menschen Tiere töten, werden sie auch Kriege führen. Solange Menschen Tiere essen, werden sie ihre unschuldigen Opfer zu Tode quälen: zu Hunderttausenden in den Labors und Massenzuchtanstalten, zu Millionen in den Schlachthöfen der Städte, zu Myriaden in den Weltmeeren. Ihr Blutstrom darf nicht länger mehr als Nahrung dienen, ihr Leib nicht länger mehr als Rohstoff, ihr Leben nicht länger mehr als Lebensmittel für uns Menschen. Verbiete uns, Herr, das tägliche Fleisch. Das tägliche Brot gib uns heute. Amen.»
--------------------------------------------------------------------------

Interessant ist, dass jede der grossen Weltrelegionen genügend Hinweise in ihren Schriften hinterlassen hat, aber die heutigen aktuellen Dogmen der Kirchen weisen diese nicht mehr aus, bzw. sie sind nicht Bestandteil des heutigens Glaubens.

Vielleicht haben manchen unserer gläubigen Mitmenschen diese Zeilen nachdenklich gemacht


Die o.g. Abschnitte habe ich aus dem unten angefügten Buch entnommen. Wer sich dafür interessiert, kan im Link unten weiterblättern

http://www.vegetarisch-leben.ch/home.html
Vegetarisch leben - Die Notwendigkeit fleischloser Ernährung, Broschüre, Govinda-Verlag 1988, 5. Auflage 1999 ,
Verfasser Armin Risi, Schweizer Dichter, Veda-Philosoph und Sachbuchautor.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 164x ANGESCHAUT

Darauf antworten

Antworten zu dieser Diskussion

Das ist sehr interessant. Ich komme aus einer intellektuellen Familie, in der es zudem etliche Theologen gab und die Bindung an die Kirche immer noch stark ist. Gerade hier habe ich es am schwersten, mit meiner Argumentation durchzukommen. Nichtsdestotrotz kann und will ich nicht so leicht aufgeben. Daher wäre es natürlich gut, wenn die Quellen hieb- und stichfest wären, sonst würde ich in Nullkommanix rhetorisch ausgehebelt...
Hallo Barbara,
danke für den Kommentar. Eine Diskussion darüber wird immer schwierig bleiben. Wir können nur daraufhinweisen, dass die "Ur-Religionen" fast allesamt in ihrem Kern schon damals sich geben das Fleischessen aussprachen. Diese Information standen in den alten Schriften, in den heutigen Fassungen kommt das Thema fast nicht mehr vor.

Aber weil du gerade Deine intellektuelle Familie ansprachst, ist es nicht interessant, dass gerade die klügsten Köpfe der Menschheit und denen kann man ja die Logig nicht absprechen, fast allesamt Vegetarier waren und sind. Spricht denn das nicht auch Deine Familie an, zumindest müsste es Ihnen zu denken geben.Es gibt da ja auch eine Zitatensammlung berühmter Vegetarier, falls Du sie nicht schon kennst (http://www.utopia.de/blog/veggie-tag/zitate-beruhmter-vegetarier)

Übrigens, der Paderborner Theologe E.Drewermann hat da auch ein Büchlein herausgebracht, lesenswert (titel: Über die Unsterblichkeit der Tiere)

Also weiter viel Spass beim diskutieren mit der lieben Familie, ich kenns auch und weis wie schwer es ist
liebe Grüsse
Gerhard
Danke! Viele dieser Zitate habe ich schon auf meiner eigenen Webseite aufgenommen. http://www.mooncoffee.com
Im Grunde nützt aber alles nichts, wenn jemand nicht will. Du weißt ja selbst wie es ist, wenn Sturheit mit Intellekt gepaart ist. Da ist man dann noch besser versiert darin, die eigene Argumentation mit Belegen zu untermauern, wie es einem in den Kram passt. Seufz.
Hallo Gerhard,
ich bin gerade Heute hier hineingeschneit, bei den Vegitariern. Auf deine vielen Gedanken, könnte man auch viele Antworten senden. Meinst du nicht das Gott im Bilde ist, mit der Ernährungs-Entwickelung bei den Menschen. Man kann dieses Problem nicht auflösen in den Gedanken, solang der Wiedergeburtsgedanke nicht mit hineingenommen wird. Wir Menschen haben uns aus dem Tierreich hinausentwickelt und sind auf dem besten Weg hinein im Menschenreich zu kommen. Ein Himmelreich auf Erden sozusagen, aber dass braucht Zeit und Überwindung. Alte Gewohnheiten müssen gebrochen werden, und vorallem, verstanden werden, wieso nicht so und anders. Ja, der Menschheit ist unterwegs nach vorn. Schmerz und Leid braucht es um wirklich weiter zu kommen im Leben. Es braucht Geduld und Verständniss, auch für unseren Nächsten. Bis die Menschen der ganze Erde Vegetarier sind, vergehen noch viel Zeit. Damit rechnet die Vorsehung. Es ist eine Entwickelungsfrage. Übrigens kann jede für sich viel dafür tun, damit den Welt Frieden auf Erden ein bisschen weiter ist als gestern.
Ich kenne ein Mystiker, ein Weltlehrer mit eine Wissenschaft der Liebe, er hat mich und auch viele andere interessierte Menschen gelehrt, wie man die Menschheits-Entwickelung verstehen kann. Ohne zu verurteilen, eher ein grosses Verständnis baut sich im Herzen meiner Seele auf. Im Studieren seine Texte. Falls du neugirig genug bist, was das Leben im innersten Zusammenhält und genug Toleranz besitze, schau doch mal ein auf >www.martinus.dk>;

Vegetarismus ist der Zukunft aller Menschen, jede zu seiner Zeit. Sonst könnte niemals Frieden werden, hier auf Erden. Darauf freue ich mich jetzt schon. Bis es so weit ist haben wir Menschen viele anderen Untugenden womit wir arbeiten können. Wir sind nicht zufällig hier und auch nicht nur zur vergnügen. Jetzt glaube ich habe ich genug gesproche und hoffe dir ein bisschen Inspiration gegeben zun haben. Mir hat es gefreut.....Marianne
Hallo Marianne,
danke für Deinen friedvollen Beitrag. Ich kann vieles, was Du schreibst nachvollziehen. Ich bin auch nicht zornig, eher ungeduldig, möchte verändern, möchte, dass andere Menschen begreifen, dass Mitgefühl nicht bei den Menschen endet, sondern sich auf alles Leben erstreckt.
Das ist mein Programm. Wenn ich mit meinen Gedanken andere auch anregen kann darüber nachzudenken, dann freut mich das.
Was ich mit dem Thema des Blogs ansprechen wollte, ist, dass die Religionen, die ja alle in ihren Stammbuch die "Liebe" geschrieben haben, dass diese Religionen eben aus dem Aspekt des Göttlichen leider vergessen haben, dass Tiere auch Geistwesen sind, auch Gefühle haben, auch kein Leid haben wollen. Die Definition von Ethik und Moral grenzt aber Tiere nicht aus, die Religionen tun es aber. Also gibt es einen Dissens zwischen Vegetarismus und Religion, aber nicht zwischen Vegetarismus und Ethik.
Darauf wollte ich mir diesem Blog hinweisen.

Übrigens, meine Inspirationen hole ich mir aus dem Büchlein "Mir bewusst werden"

Noch ein kleines Zitat daraus:

Erst wenn wir bereit sind
alle Lebewesen zu respektieren,
werden wir uns in einer anderen formation
von bewussterem Denken erkennen.
Wir werden sensibilisiert
und ein anderes Bewusstsein bekommen


einen friedvollen Tag wünsche ich
Gerhard
Hallo wieder Gerhard, das stimme ich zu, dass Mitgefühl nicht bei den Menschen endet. Deinen Dissens Anspruch zwischen Wegetarismus und Religion, ist eine sehr zentrale Frage. Hier noch ein Paar Gedanken an dir, zu einem verschneiten Tag, hier in den Voralpen. Hast du Lust mitzureisen.....Was Jesus dazu fähig war zu sein, ist nicht voll umfänglich in die Christliche Religion eingeflossen. Es konnte, ja, auch nicht zu dieser Zeit der Entwickelung in unseren Humanen Fähigkeiten so ein Verständnis, Hukkus Spukkus, sich einfinden. Das Leben brauchte Zeit und Geduld um zu wachsen. Das Leben ist ja auch ein Geschehnis, dass im Bewusstsein jeder Mensch sich Abspielt. Sich entwickelt. Darum sprauch ich vom Wiedergeburt mit dir. Und Jesus machte uns darauf aufmerksam dass wir ohne wieder geboren zu werden aus: Wasser und Geist, nicht in den Himmel kommen können. Wasser war das Symbol für unseren Körper, also einen auswechseln von Körpern, mussten stattfinden. Dass ja auch viel mit sich fürhrt. Die Seele braucht Zeit um zu verarbeiten. Also muss unsere Seele, von Leben zu Leben ihr Bewusstsein erweitern. In Liebe wachsen. Ein Verständnis für sich selber und alles lebenden aufzuarbeiten. Dafür brauchte Gott sieben kosmische Tage. Die noch nicht zu Ende sind für uns.
Die Religionen haben uns Menschen geholfen ein Stück Weg zu gehen. Es kann nicht der Religion sein, die den Weg zu Ende, uns helfen sollen zu gehen. Sie, die Religionen sind nur zuständig für unseren Glaubensweg. Was wir sehr dafür Dankbar sein können. So hat es Gott gewollt. Er oder die Vorsehung hat noch höheren und edleren Pläne mit uns, dafür schenkt das Leben uns einen Verstand damit wir selber denken können. Dass zu analyseren was wir erleben, sehen und erfahren. Gefühl und Verstand sind heute unseren Gefährten am Leib und Seele.

Es ist Edel von dir, die Menschen zu helfen zu wollen und zu inspiereren auf den Weg nach Vorn. Wie auch immer. Das möchte ich auch. Es ist keine leichte Aufgabe, da und dort einzugreifen, wo noch nicht Erfahrungen gunug vorhanden sind um ein gewisses Problem zu verstehen. Mann muss versuchen zu sehen wer so weit ist. Das Töten von jüngeren Brüdern in der Entwickelung, Tier oder Mensch, regelt sich durch Schicksal und Krankheiten. Durch Karma wiederfahren wir was falch war an unseren Handlungen.

Zum Glück, müssen wir kleinen Menschenwesen nicht die Verantwortung für der Entwickelung auf unseren Schultern tragen. Denoch braucht Gott Helfer auf zwei Beinen. Er braucht auch viele Hände der Liebe. Aber er, Gott also verlangt nicht von uns das unmögliche, Gott hat ja auch seine Vorsehung, im Himmel wie auf Erden, mit dem "Instrument" spricht er auch mit uns, durch unseren Mitmenschen. Damit kann man sagen, hat die Vorsehung auch viele Münder.

Dein schönes Zitat, stimmt zu tiefst für mich, ja wir werden sensibilisiert.....womit? ist die grosse Frage und wenn? sind wir bereit..... Dass kann zu einen anderen Begegnung mit dir, Stoff sein, falls du Lust hast.....
In Lebensfreude, so denkt Marianne

Gerade auf diesen älteren Thread gestoßen.Sehr interessantes Thema. Auch wenn Barbara mit "im Grunde nützt aber alles nichts, wenn jemand nicht will" so recht hat. Also, ein Diskutieren bringt da wenig.

Solange besonders die katholische Kirche und der Papst, welcher auch immer, in finsteren Zeiten verankert sind wird noch so manches grausame und einem eventuellen 'Gott' sicherlich nicht erfreuende Wort in seinem Namen gesprochen werden. Und die 'frommen' Schafe blöken es einfach nach. Traurig aber so war es eben immer schon. Wenngleich die Hoffnung auch bei mir besteht dass es sich einmal ändern wird und jeder Mensch seinen eigenen klugen Kopf und seine ihm innewohnende Weisheit benutzt.

Ja, und bei den Worten von Ratzinger und besonders der Stelle "man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt" wird mir wieder klar warum ich die meisten 'großen' Führer oder Lichtgestalten für verblendet halte. Mit Weisheit oder auch Erleuchtung (weil wir das gerade im anderen Thread ja zum "schießwütigen Dalai Lama" haben) hat das ja gar nichts zu tun.

Solch schönen Zitate wie die vom ruhigen und weisen Drewermann kommen ja leider so selten vor. Das dieser vor einigen Jahren ganz aus der katholischen Kirche ausgetreten ist kann ich gut verstehen.

EDIT: Ach ja, kennt irgendjemand das Buch "Mystik und Widerstand" von Dorothee Sölle. War ja eine spannende Frau. Habe den Titel neulich gehört. Ist aber eben schon recht alt das Buch. Werde ich mir vielleicht mal irgendwo gebraucht bestellen.

Denn die Geschichte zeigt eben auch dass wir nicht immer nur 'lieb' sein können. In dem Buch werden dann so Beispiele wie u. a. Martin Luther King angeführt. Menschen die ihre Kraft zum Widerstand und deutlichen Protest aus ihrer Spiritualität gezogen haben. Da können wir uns ja vielleicht auch hier und da ein Beispiel nehmen?

Hallo Zeus,

das Zitat von Ratzinger

....Ja, und bei den Worten von Ratzinger und besonders der Stelle "man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt" wird .....

zeigt, wessen Geist er ist.

Frage , in welchem Zusammenhang (Dokument, Link....) kann man das nachlesen. Kennst Du die Stelle noch

Habe das Zitat auch nur aus Deinem schönen längeren Eingangsbeitrag übernommen.

Gerade mal recherchiert das Zitat. Es stammt tatsächlich aus dem kath. Katechismus.

Auf einer guten kritischen Seite (http://www.heimat-fuer-tiere.de/deutsch/artikel/ethik/katholish.shtml) steht dazu u.a. folgendes:

>>Im Katechismus steht eine weitere Blasphemie. Da heißt es unter Achtung der Unversehrtheit der Schöpfung:

"Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt." (Nr. 2418)

Hat Gott solches geboten? Liebe Leser, haben Sie das Gefühl, eine Sünde zu begehen, wenn Sie Ihre Haustiere ins Herz geschlossen haben, sie nicht nur oberflächlich gern haben, sondern lieben? Wenn Ihnen also daran gelegen ist, dass es dem Tier gut geht; wenn Sie sich freuen, dass das Tier sich freut, wenn es Sie sieht; wenn Sie auch dem Tiergeschwister gern etwas zuliebe tun; wenn Sie das Tier verstehen und das Tier weiß, wie Ihnen zumute ist, und stellt sich darauf ein - was sollte daran ungut sein? Lieber Bruder, liebe Schwester, man sieht und man erkennt nur mit dem Herzen gut. Gott gab uns kein Gebot, in dem es heißt: Tiere sollt ihr nur gern haben, aber nicht lieben; die Liebe gebührt einzig dem Menschen.

So viel in Kürze. Nun muss ich erst mal Einkaufen :-)

-

 Ganz ehrlich gesagt, sind mir Tiere oft viel lieber, als so manche Menschen!!!

 

Und ich liebe meine eigenen Tiere mehr als so manchen Verwandten von mir....

 

...komme ich jetzt in die Hölle? Ich glaube nicht!

Als schönes Zitat (von Anatole France)um Vergessen der Ratzinger-Worte hier einmal etwas das ich gerade bei google+ in meinem Stream entdeckt habe.

Von Carole Lovegan Li Ⓥ ( https://plus.google.com/u/0/118102419090128918064/posts )

ursprünglich gepostet.

Anders als Facebook und Co. macht das teilweise richtig Sinn und ist sehr informativ.

-

Vegetarier und Veganer sollten sich auch darüber im klaren sein, dass sie mit ihrem Konsum von Soja zur Vernichtung von grossen Flächen Regenwald beitragen. Alles Leben aund die Artenvielfalt auf diesen riesigen Flächen wird vernichtet.

Wer Ethik für wichtig hält und seine Verantwortung der Schöpfung gegenüber ernst nimmt, kommt nicht darum herum, sich über sein Tun und dessen Auwirkung klar zu sein

Was Jesus zum Thema Fleisch essen wirklich gesagt hat, findet ihr im Evangelium der 12 Heiligen.. Hier Auszüge daraus:

38. Über das Töten von Tieren - Auferweckung des Jünglings von Nain
1. Und einige seiner Jünger kamen zu ihm und erzählten ihm über einen Ägypter, einen Sohn des Belial, der lehrte, dass es nicht wider das Gesetz sei, die Tiere zu quälen, wenn ihr Leiden den Menschen Nutzen bringe.

2. Und Jesus sprach zu ihnen: "Wahrlich, ich sage euch, wer Vorteile zieht aus dem Unrecht, das einem Geschöpf Gottes zugefügt wird, der kann nicht rechtschaffen sein. Ebenso wenig können die mit heiligen Dingen umgehen oder die Geheimnisse des Himmels lehren, deren Hände mit Blut befleckt sind oder deren Mund durch Fleisch verunreinigt ist.

3. Gott gibt die Körner und die Früchte der Erde zur Nahrung; und für den rechtschaffenen Menschen gibt es keine andere rechtmäßige Nahrung für den Körper.

4. Der Räuber, der in ein Haus einbricht, das von Menschen gebaut ist, ist schuldig; aber selbst die geringsten von denen, die in ein Haus einbrechen, das von Gott gebaut ist, sind die größeren Sünder. Deshalb sage ich zu allen, die meine Jünger werden wollen, haltet eure Hände frei vom Blutvergießen und lasst kein Fleisch über eure Lippen kommen; denn Gott ist gerecht und gütig und hat befohlen, dass die Menschen leben sollen allein von den Früchten und den Samen der Erde.

5. Aber wenn ein Tier sehr leidet, so dass sein Leben ihm eine Qual ist, oder wenn es gefährlich wird für euch, so erlöset es von seinem Leben rasch und mit so wenig Schmerz, als ihr könnt. Schicket es hinüber in Liebe und Barmherzigkeit und quält es nicht, und Gott, euer Vater, wird euch Barmherzigkeit zeigen, ebenso wie ihr Barmherzigkeit gezeigt habt denen, die in eure Hände gegeben sind.

6. Und was auch immer ihr tut dem geringsten meiner Kinder, das tut ihr mir. Denn ich bin in ihnen, und sie sind in mir. Ja, Ich bin in allen Geschöpfen, und alle Geschöpfe sind in mir. An allen ihren Freuden erfreue ich mich auch, und an allen ihren Schmerzen leide ich auch. Darum sage ich euch: Seid gütig miteinander und mit allen Geschöpfen Gottes."
...........

21. Jesus tadelt die Grausamkeit gegen ein Pferd


1. Und es begab sich, dass der Herr aus der Stadt zog und mit seinen Jüngern über das Gebirge ging. Und da kamen sie an einen Berg dessen Wege waren steil und dort fanden sie einen Mann Lasttier.

2. Aber das Pferd aber war zusammengebrochen, denn es war überlastet. Der Mann schlug es, bis das Blut floss. Und Jesus trat zu ihm hin und sprach: "Du Sohn der Grausamkeit, warum schlägst du dein Tier? Siehst du denn nicht, dass es für seine Last viel zu schwach ist, und weißt du nicht, dass es leidet?"

3. Doch der Mann antwortete und sprach: "Was hast du damit zu tun? Ich kann mein Tier schlagen, so viel es mir gefällt; denn es gehört mir, und ich kaufte es für eine stattliche Summe Geld. Frage die, die bei dir sind, sie sind aus meiner Nachbarschaft und wissen es."

4. Und einige von den Jüngern antworteten und sagten: "Ja, Herr, es ist so, wie er sagt, wir waren dabei, als er das Pferd kaufte." Und der Herr erwiderte: "Sehet ihr denn nicht, wie es blutet, und höret ihr nicht, wie es stöhnt und jammert?" Sie aber antworteten und sagten: "Nein, Herr, wir hören nicht, dass es stöhnt und jammert!"

5. Und der Herr wurde traurig und sprach: "Wehe euch, der Stumpfheit eures Herzens wegen hört ihr nicht, wie es klagt und schreit zu seinem himmlischen Schöpfer um Erbarmen, und dreimal Wehe über den, gegen den es schreit und stöhnt in seiner Qual!"

6. Und er ging weiter und berührte das Pferd, und das Tier erhob sich, und seine Wunden waren geheilt. Aber zu dem Manne sprach er: "Gehe nun deinen Weg und schlage es künftig nicht mehr, wenn auch dir nach Gnade verlangt."
......

Und zum Schluss noch etwas anderes. Jesusu spricht über die WIEDERGEBURT (Reinkarnation):

37. Die Wiedergeburt der Seele


1. Jesus saß in der Vorhalle des Tempels, und einige kamen, um seine Lehre zu erfahren. Und einer fragte ihn: "Herr, was lehrest du über das Leben?"

2. Und er sprach zu ihnen: "Gesegnet sind, die viele Erfahrungen durchmachen, denn sie werden durch Leiden vollkommen werden. Sie werden sein wie die Engel Gottes im Himmel, und sie werden nicht mehr sterben, noch werden sie wiedergeboren werden; denn Tod und Geburt haben keine Macht mehr über sie.

3. Die da gelitten und überwunden haben, werden zu Pfeilern gemacht werden im Tempel meines Gottes, und sie werden ihn nie wieder verlassen. Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht wiedergeboren werdet durch Wasser und Feuer, so werdet ihr das Reich Gottes nicht sehen."

................................................................................................................................

Danke für eure Aufmerksamkeit,

Ralf

RSS

Was passiert gerade?

© 2012   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Yoga-Forum | Yoga-Kurse | Yoga-Magazin | Vegetarier-Forum | Werbeagentur Münster

Abzeichen  |  Problem melden  |  AGB