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Hallo, ich mal wieder. Hab gestern beim Spaziergang mit meinem Hundi, ein Paar mit Ihrem Hund getroffen. Er Vegetarier, Sie lebt vegan. Ihr Hund wird ebenfalls vegetarisch ernährt. Mir kam der Hund, viel zu dünn vor, wollte aber nichts sagen. Hab ich mich falsch verhalten? Ist eine vegetarische Ernährung für Hunde (oder Katzen) überhaupt sinnvoll? Ich weiss nicht, als ich den armen Hund gestern gesehen habe, bin ich mir nicht sicher.

Liebe Grüße!

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Ob der Hund dünn aussieht ist zum einen subjektiv und zum anderen nicht automatisch ein Zeichen für schlechte Gesundheit. Und ja, vegane Ernährung für Hunde und Katzen ist möglich (wieso sollte es das auch nicht sein?) und sinnvoll, um das Tierausbeutungssystem auch in diesem Bereich nicht zu unterstützen.
Ich kann da nur FAQ: Vegane Hunde und FAQ: Vegane Katzen empfehlen.
Ich persönlich bin da leicht anderer Meinung. Als Mutter von einem süssen kleinen Mädchen und als politisch Linksorientierte Persönlichkeit, zwinge ich niemanden meine Lebensweise zu verstehen oder gar anzunehmen. Meiner Tochter gebe ich die Möglichkeit meine Art der Ernährung zu erlernen, dennoch ist sie heute noch Fleischfresserin (genau so wie mein Mann). Falls sie sich selbst dafür entscheiden wird, werde ich ihr den Einstieg erleichtern, aber ich zwinge sie zu nichts.
Dementsprechend würde ich es bei meinen Haustieren machen, wenn ich wüsste dass mein Hund, meine Katze oder meine Schlange die fleischlose Nahrung genauso schätzt würde ich das Tier so ernähren, aber auch hier zwinge ich niemanden!

Dies ist meiner Meinung nach das Gleiche, wie all die Luschen, die anderen Menschen ihren Glauben aufdrängen wollen, all die Luschen die ihre Wahrheit als die Absolute bezeichnen und keine anderen akzeptieren können. Aus genau solchen Gründen entstehen Kriege.

Jeder MUSS für sich selbst entscheiden können, was für ihn/sie am Besten ist....
Dies ist meiner Meinung nach das Gleiche, wie all die Luschen, die anderen Menschen ihren Glauben aufdrängen wollen

Nicht im Geringsten. Jemandem eine Religion aufzuzwingen dient den Machtinteressen der Religionsführer. Jemanden vegan zu ernähren dient dazu, daß nicht hunderte Tiere für absurden Unveganismus gequält und ermordet werden. Ich sehe da keine Gemeinsamkeiten.

Im übrigen ist Veganismus keine Meinung, kein Hobby oder irgendetwas, "was man halt so macht", sondern eine ethische Notwendigkeit. Jede andere Ernährungsform ist schlichtweg Massenmord (nur, weil er von anderen durchgeführt wird, ist man nicht weniger verantwortlich). Wer hier nicht "radikal" ist, hat scheinbar den Ernst der Lage nicht verstanden (dieser besteht nämlich nur in Deutschland in über 1,5 Mrd. (1'500'000'000) Toten pro Jahr).

Jeder MUSS für sich selbst entscheiden können, was für ihn/sie am Besten ist....

Wärst du der Meinung, einem Kind, wenn es einen rostigen Nadel in den Mund stecken will, die "Entscheidung selbst zu überlassen"? Ich denke nicht. Erwachsene habe die Pflicht für alle (Kinder wie "Haus"tiere), die die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nicht selbst überblicken können, die Entscheidungen abzunehmen oder zu lenken.

von der Urform her gesehen ein Fleischfresser, was wohl niemand bestreitet

Das bestreitet niemand, nur die Relevanz. Menschen tragen auch "von Natur aus" keine Schuhe oder nehmen keine Medikamente, das heißt aber nicht, daß das grundsätzlich schlecht wäre.
In meiner Verlinkung war die Frage übrigens enthalten: Ist es denn artgerecht, Hunde vegan zu ernähren?
Wärst du der Meinung, einem Kind, wenn es einen rostigen Nadel in den Mund stecken will, die "Entscheidung selbst zu überlassen"?
Hier würde ich meinem Kind erklären, was geschehen könnte, wenn sie es tun würde. Ich werde meinem Kind auch nie das Rauchen verbieten, obwohl keiner bei uns raucht, denn was soll ich ihm verbieten, das ist nicht meine Aufgabe!!!

Was macht der Halter dieses Hundes, wenn sein Vierbeiner rausgeht und "mausen" möchte? Was wird dieser Halter tun, wenn sein Vierbeiner ein Frosch oder eine Kröte nach Hause bringt? Alles andere als vegetarisch, aber im Instinkt des Hundes verankert.

Erwachsene habe die Pflicht für alle (Kinder wie "Haus"tiere), die die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nicht selbst überblicken können, die Entscheidungen abzunehmen oder zu lenken.

!!!Ich finde dies eine recht heftige, faschistische Aussage!!!! Dies ist kein Forum für verhinderte Pädagogen mit angeborenem Kleingeist, ich dachte wir reden hier gemüdlich in vegetarischer Runde

gäääähn, diese Vergleiche sind absolut lächerlich und zeigen mir persönlich, dass es sich nicht loht mit Extremisten bzw HC Vegi zu diskutieren, leider wird immer wieder von deinem Auge übersehen, dass es sich um meine PERSÖNLICHE Einstellung handelt, kein Wunder halten einige Menschen die Vegetarier für Sektenmitglieder.....

wünsche dir alles Liebe und Gute

@ martin: Klicke mich hier gerader mal durchs Forum. Ist ja schon alt der Thread, aber teilweise gute Worte von Dir - und was jemand wie Lena hier gleich zu Beginn für aggressive Sprache rein bringt (z.B. "Luschen") und eine unhaltbare 'Logik' ist schon sehr bedauerlich. Aber leider finde ich das aktuell so oft in irgendwelchen Veg*-Foren rund um den Globus.  Als wäre Veg* eben so etwas wie eine abstrakte Meinung, o.ä. ...

Ich möchte da gerade gar nicht ausholen. Ich war und bin eigentlich nie radikal oder militant gewesen - aber wenn es darum geht Töten und unendliches Leid anderer Lebewesen zu verharmlosen bzw. zu bagatellisieren ... da werde ich langsam immer intoleranter - und das ist gut so.

Die Geschichte hat uns gezeigt dass der Irrsinn und Massenmorde in erster Linie von der braven, schweigende Masse getragen wurde. Wenn es um den Unterschied zwischen Leben oder Sterben geht, gilt  es einen Standpunkt ein zu nehmen. Punkt. Den muss und kann ich nicht immer energisch vertreten - aber anderen suggerieren dass es schon ok ist was sie da tun ist in letzter Logik genau so richtig bzw. falsch wie nicht geleitete Zivilcourage usw. --- ich kann jeden verstehen der sagt: Ich traue mich nicht zu widersprechen. Aber wenn Menschen (wie hier sogar) versuchen großes Unrecht klein zu reden ... ach ja - teilweise ist es einfach hart das zu begreifen.

Sehr schön und trefflich. Besonders den Vergleich mit dem Nachbarn hatte ich so ähnlich gestern auch im Kopf.

Neulich hatte ich leider auch mal wieder auf einem veganen Portal eine Diskussion zu einer "Das perfekte Dinner"-Sendung gelesen. Dort war im TV eine 25jährige Veganerin vertreten. Und (ich hab es dann auch erst nicht glauben wollen) die hat dann den Gästen die auf ihr veganes Essen keine 'Lust' hatten Fleisch gemacht. Da bin ich dann sprachlos. Nun ja, nicht wirklich sprachlos denn als dort auf dem Portal dieses von einigen mit "ist doch nur höflich" oder "ich freue mich doch als Veg* auch wenn der Gastgeber für mich mitdenkt" usw.  kommentiert wurde habe ich unter Anderem auch mal geäußert, dass ich einen "Veganer" der Fleisch auftischt leider genau so wenig als solchen ernst nehmen kann wie einen "Pazifisten" der Gewaltpornos zu Weihnachten verschenkt.

Nun ja, aber (wie Du ja in Deinem zweiten Teil auch schreibst) habe ich bis vor gar nicht langer Zeit auch anders gedacht. Nach dem Motto: Vorleben und nicht drüber reden ist das Beste. Mittlerweile kann ich mich aber immer schlechter mit Nicht-Veg* abgeben - einfach weil ich erkannt habe dass es eine so große Kluft bezüglich Empathie gibt. Mir tun stumpfe Menschen nicht gut - und der Welt auch nicht wenn man ihnen nicht mal den Spiegel vorhält und versucht auf unendliches Leid hin zu weisen. Wer sich damit nicht beschäftigen will - mit dem will ich mich auch nicht näher beschäftigen. ... ist nicht so einfach aber irgendwann werden fundamentale Werte einfach wichtiger als falsche Harmonie.

Ja, das mit der Hoffnung ist wohl das Einzige was bleibt. Meine sehr große ist, bei aller Skepsis, ja auch, dass das Internet unaufhaltsame, virale Prozesse in Gang setzt. Früher gab es TV-Berichte über Tierleid usw. ja auch ... aber "aus den Augen - aus dem Sinn" ... das funktioniert heute in Zeiten von Youtube&.Co. nicht mehr. Gerade dadurch hat die veg* Bewegung ja ungeheuren Auftrieb erhalten. Hoffen wir eben dass es wirklich nicht nur ein Strohfeuer ist, oder für viele eine nette Mode (wie Hippie- oder 68er-sein) ... und wo die Menschheit hin steuert kann ja eh keiner beantworten. Vielleicht sind wir ja auch nur ein Fehler der Schöpfung oder zumindest im derzeitigen Entwurf/ in der derzeitigen Version. Vielleicht kommt ja irgendwann "Mensch 2.0" :-)

@ Lena: schon gut, schon gut, da gehts nur um ne Veganerin, die ihren Hund mit Erbsen und Rüebli ernährt... Da muss man nicht gleich eine Selbstmordattentäterin oder Kriegserklärungen befürchten! ;-)
Bernd Priebs: Aber darum geht es genau, so denkt die Fleischfressende Gesellschaft über uns. Ich persönlich finde es jedoch schade, dass man alle Veganer in einen Topf wirft und befürchtet, dass eine einfache Diskusion zwischen Veganer und Allesesser im Streit enden muss, da wir ja alle nur missionieren möchten und die bekehren, die auf dem Weg der Sünde sind.

Ich bin auch schon solchen Veganer/Vegetarier begegnet und das Einzige, was ich damit sagen wollte war, dass man nur für sich selbst entscheiden kann..... einem Hund ( von der Urform her gesehen ein Fleischfresser, was wohl niemand bestreitet) seine eigene Meinung aufzuzwingen ist nicht tiergerecht, ebensowenig diesem im Winter ein Pulli anzuziehen oder ihn im Täschchen mitzunehmen. Damit möchte ich sagen, dass all diese Dinge, nicht der Hund entscheidet, sondern die Menschheit in versklavt und ihn immer mehr vermenschlichen möchte. Mein Herz schreit da nach TIERQUÄLEREI!!!!

Vielleicht liegt meine Ansicht einfach daran, dass ich überzeugte Veganerin bin, überzeugt aus gesundheitlichen Gründen.....
Na ja, "dünn" war eingentlich untertrieben. Ich fands nicht richtig. Danke für die Links, ich les mich mal ein. Vielleicht ändere ich dann meine Meinung.
@ Lena: Ja, so sehe ich das auch. Nehmen wir mal an der Hund, wäre noch ein Wolf, ich denke nicht, dass er sich ausschließlich vegetarisch ernähren würde.
..unsere Hunde sind schon lange keine Wölfe mehr...genauso, wie wir keine Urzeitmenschen mehr sind!
Die Zeiten haben sich geändert!
Viele Tiere sind heute sehr Krank durch Zivilisationskost!

Und der Wolf holt sich sein Stück Fleisch nicht vom Metzker..sondern muss es erjagen, und frißt es dann mit Haut und Haar und Mageninhalt auf....das macht eh kein Hund!

Es ist ja nicht einfach damit getan, einem Hund vegetarische Flocken zu geben, sondern er muss schon was vollwertig gesundes zu fressen bekommen...dann sind sie auch glücklich und zufrieden ohne Fleisch!

Meine Hündin war vor 5 Jahren sterbenskrank....der Tierarzt wollte sie schon einschläfern...mit Homöopathie und vegetarischem Futter wird sie im März stolze 16 Jahre alt und rennt wieder wie ein junger hund über die Felder!

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