Unschuldige Tiere von Schmerz und Tod durch quälende Versuchsreihen zu befreien ist ein langer und steiniger Weg. Die Rechtslage bezüglich Tierversuche für Kosmetika wurde zwar in den letzten zwanzig Jahren weiter verschärft, doch ungenaue Bestimmungen bieten immer noch Schlupflöcher, die abertausende von Tieren in der EU mit ihrem Leben bezahlen müssen. Und außerhalb Europas sieht es noch bei weitem schlimmer aus. Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe sind seit März diesen Jahres laut Gesetz in der gesamten EU verboten und somit ebenfalls der Vertrieb von kosmetischen Produkten die im Tierversuch getestet wurden.
Doch der Drang der Kosmetikkonzerne immer weitere Produkte mit neuen Wirkstoffen auf den Markt zu bringen hält an. Und genau hier liegt das Problem. Ein neuer Rohstoff, der außer in Kosmetika auch in anderen Produkten verwendet wird, darf weiterhin uneingeschränkt an Tieren getestet werden. Da es aber kaum Stoffe gibt, die ausschließlich für den kosmetischen Gebrauch entwickelt werden, steht die Tür für Tierversuche weiterhin ganz weit offen. So lange international agierende Konzerne alternative Testverfahren nicht anerkennen und somit auch die Weiterentwicklung dieser Verfahren torpedieren, wird sich am aktuellen Zustand wohl nicht viel ändern. Allein der mündige Verbraucher kann durch den Kauf von Produkten, deren Inhaltsstoffe nicht an Tieren getestet wurden, die Kosmetikindustrie zum umdenken bewegen.
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