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Um mehr über die Umstände des Todes in Lawinen zu erfahren, haben Forscher in Österreich lebende Schweine unter Schneemassen begraben. Nach landesweiten Protesten wurde das Experiment jetzt gestoppt

Vom österreichischen Wissenschaftsministerium genehmigt, verschütteten Wissenschaftler im Tiroler Ötztal 29 lebendige Schweine unter Schneemassen und beobachteten sie beim langsamen Ersticken und Erfrieren. Nach nur zwei Tagen mussten die Forscher der Medizinischen Universität Innsbruck das Experiment jedoch abbrechen. Landesweite Proteste machten eine Fortführung der Arbeit unmöglich, so Studienleiter Peter Paal. Ob und wann der Versuch weitergeführt werde sei unklar.

Geplant waren zwei Wochen mit täglich zwei bis drei Schweinen. Nach Angaben des Forschers starben bisher zehn Tiere. Erhofft hatten sich die Wissenschaftler Informationen über die Umstände des Todes in Lawinen. Dafür wurden die Schweine unter einer simulierten Lawine begraben, nachdem sie vorher betäubt und an Geräte angeschlossen worden waren. Je nach Größe der Atemhöhle konnten die Wissenschaftler so über Minuten oder Stunden das langsame Ersticken der Tiere verfolgen. Andere Tiere wurden nur bis zum Kopf im Schnee vergraben und mussten erfrieren. Danach zerteilten die Forscher die Tiere und nahmen Gewebeproben.

Grundsätzlich sei das Experiment sinnvoll, da es Menschenleben retten könne, sagte Paal. Mit dem Versuch wolle man wichtige Erkenntnisse über die Überlebenschancen von Opfern in Lawinen erlangen: „In der dramatischen Situation nach einer Bergung können Notärzte somit besser beurteilen, ob und für welche Opfer reelle Überlebenschancen bestehen“, teilte die Universität Innsbruck mit. Das Zusammenwirken von Kälte und Sauerstoffmangel, dem im Schnee Verschüttete ausgesetzt sind, könne nur am lebenden Organismus getestet werden, so Paal.

Das Wissenschaftsministerium verteidigte seine Entscheidung zur Genehmigung des Experiments damit, dass im Vorfeld sichergestellt worden sei, dass der Versuch wissenschaftlich sinnvoll sei, es keine andere Erforschungsmöglichkeit gebe und die kleinstmögliche Zahl von Tieren dabei zu Schaden käme. Nichtsdestotrotz distanzierten sich das Land Tirol und die österreichische Bergrettung von der Aktion. Tierschützer warfen den Forschern mangelndes Gefühl für die ethische Vertretbarkeit von Experimenten vor.

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- ja, wenn ein mensch unter einer lawine begraben ist, stirbt er; dazu brauche ich kein wissenschafter sein
- ich denke nichteinmal ein mensch mit einen anderen läßt sich so ohneweiters vergleichen, geschweige erst tier - mensch
- ich zitiere nun den von mir sehr geschätzten Luis Buñuel bitte verzeiht den übersetzen kraftausdruck:
es gibt dinge bei den man auf die wissenschaft scheissen muß .... ( er spielte in diesem zusammenhang auf die vivisektion an )
Mir leuchtet der Zweck dieses Experimentes eigentlich nicht ein. Warum muss man das so genau wissen, wie lange man unter einer Lawine überleben kann? Es gibt ja sicher schon Ansatzwerte und ob das nun 5 Minuten kürzer oder länger dauert, ist meiner Meinung nach irrelevant. Dafür sollte man keine Tiere töten, denn so viel zählbares lässt sich da sicher nicht herausfinden. Und die Tiere eingzugraben und erfrieren zu lassen, ist auch einfach nur barbarisch.

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