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Problematisches Buch(?) - ("Skinny Bitch: Die Wahrheit über schlechtes Essen, fette Frauen und gutes Aussehen - Schlanksein ohne Hungern!")

Ich habe nun schon mehrfach auf veganen Blog-Seiten von jungen Frauen den Verweis, die Empfehlung bzw. den Lobgesang auf u.a. folgendes Buch gefunden:

Skinny Bitch: Die Wahrheit über schlechtes Essen, fette Frauen und gutes Aussehen - Schlanksein ohne Hungern!

Habe arge Probleme mit bestimmten Themen bzw. Herangehensweise. Allein schon mit dem Titel des Buches.

(Im Sommer da ja auch schon sehr über PETA geärgert bzw. über folgenden Artikel http://www.peta.de/traumfigur - und mich da ja auch schon im folgenden Thread drüber ausgelassen http://www.vegetarier24.de/forum/topics/sommer-sonne-traumfigur-mit... )

Wollte nun aber einfach mal fragen (da ich mir das obige Buch sicher nicht kaufen werde aber doch gerne eine differenzierte Meinung bilde) ob jemand das Buch kennt bzw. gelesen hat und sagen kann ob es sich nicht doch nur um ein gut verpacktes/verstecktes dummes Lifestyle-Diät-Buch im typisch amerikanischen Stil handelt?

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wenig verarbeitete lebensmittel..sind z.b. gut in der kollat-tabelle zu finden...

zucker gehört nicht dazu *grins* ....aber eigentlich auch kein tofu-burger...

aber irgendwie muss man (frau) ja satt werden...

aber möglichst viel rohkost und obst ist auf jeden fall gemeint...

Mhhh, also da habe ich ja nun bez. Ayurveda (http://www.vegetarier24.de/forum/topics/ayurveda) und meines Typs gelesen dass ich z.B. bei Rohkost eher zurückhaltend sein soll :) mal schauen wie ich das umsetze, denn Salat find ich schon sehr lecker!!!

Wenn ich folgende schockierende Grafik zum Thema Entwicklung der Fettsucht in den USA betrachte wird mir natürlich auch klar wie dringend solche Bücher 'da drüben' sind. Ich meine wer schon mal in den USA war, weiß ja dass 'dick' dort nicht mit unserem 'dick' zu vergleichen ist :(

-

Neee, in Indien ist das mit der Fettsucht nicht so das Problem ;-)

Hallo Zeus,
nein. Mit "unverarbeiteter" Nahrung meinen die Autorinnen keine Rohkost. Es geht darum sich nicht die veganen Gummibärchen (ein stark verarbeitetes Nahrungsmittel), sondern sich vor allem frische, lebendige Sachen (Obst, Gemüse, etc.) zwischen die Zähne zu schieben.
Es sind eigentlich so gut wie gar keine Rohkost-Rezeptvorschläge im Buch zu finden. Allerhöchstens mal ein Salat oder so etwas. Meist sind es eher die normalen, veganisierbaren Gerichte, z.B. Vollkorn-Veggie-Burger oder vegane Pfannkuchen mit Obst, die vorgeschlagen werden. 
In der ersten Hälfte geht es im Buch aber eh hauptsächlich eher darum was die ganze Lebensmittelindustrie, das amerikanische Landwirtschaftsministerium etc. mit dem "nasty food" zu tun hat und wer wie, warum und wozu korrupt ist.
Es ist wirklich gut, dass sich mal jemand getraut hat den Leuten die Augen zu öffnen. Dieses Buch ist heilig.

also ich kann das buch und auch das kochbuch nur wärmstens empfehlen...

hab dadurch noch den letzten schubs für dauerhaft-vegan bekommen!

Also, ich finde gerade den Titel der deutschen Ausgabe weiterhin mehr als problematisch.

"Provokation" ist eine Sache, aber ein plakatives 'Dicken Bashing' mit ach so lustigen Alliterationen "fette Frauen" ist in einer Kultur, in der wir noch viel stärker, bei Mädchen/jungen Frauen, mit dem Gegenteil, nämlich massiven, und krankhaften Störungen in Richtung Bulimie und Magersucht, zu kämpfen haben einfach vorsichtig ausgedrückt zu viel. Oder etwas deutlicher formuliert für mich: Scheiße.

Wenn ich auf der Seite bei Amazon z.B. (auch von Veganern) sehr interessante, teils sehr ausführliche Kritiken lese, bestätigt Vieles auch hier und da meine Skepsis, dass einiges Grundsätzlich übers Ziel hinaus ist. Außerdem sehr oberflächlich, zu plakativ, und leider nicht immer so an den Fakten dran ist, wie dies zu wünschen wäre.

-

Ich habe das Buch vor mehr als einem halben Jahr gelesen. 

Und ich finde und fand es sehr gut. 

Die Titelauswahl wird auch im Buch selbst erklärt. 

Mich selbst hat der Titel angesprochen. Ich weiß nicht wieso, aber ich fand den Titel einfach nur zum Lachen und finde ihn immer noch komisch. Er erscheint mir stark ironisch und doch irgendwie ehrlich. 

Das Buch dreht sich meiner Meinung nach nicht nur um Gesundheit durch Vegetarismus, sondern auch um Gesundheit generell. Was Süßstoffe, Zucker, etc alles anstellen. Es ist natürlich auch besonders auf den amerikanischen Markt ausgerichtet und soll einfach aufzeigen, wie ungesund Übergewicht ist.

Und wenn das Buch einen unauffälligeren Titel gehabt hätte, dann wäre es kaum so populär geworden. Aber es vermittelt meiner Meinung nach wirklich viele gute Dinge.

Allerdings finde ich Jonathan Safran Foers Buch "Tiere Essen" wesentlich besser, wenn es um das Vegetarier- und Veganer- Dasein geht.

Also, den Haupttitel "Skinny Bitch" finde ich auch nicht schlimm. Der wirkt ja wirklich nett und ironisch ... mir ging es um den deutschen Untertitel.

Da finde ich die ach so lustige Alliteration "fette Frauen" einfach nur daneben!!

Wie gesagt, ich will hier nun nicht breit ins Thema Essstörungen (besonders eben bei jungen Frauen!) einsteigen, und dass die Ursachen natürlich in einem kranken Schönheitsideal liegt, welches spätestens in den 90ern so richtig Einzug in unsere westliche Kultur hielt.

Da packt mich dann einfach der Ärger, wenn ich mir die Entwicklung und die Statistiken der letzten 20 Jahre betrachte. Das ist nicht nur ein kleines Problem in unserer Gesellschaft sondern für über 2. Mio Menschen (und in erster Linie eben Frauen) eine bittere Tragödie.

Der Original-Untertitel hat ja z.B. auch nichts von dieser menschenverachtenden Sprache - im Gegenteil, er ist enorm positiv formuliert: "A No-Nonsense, Tough-Love Guide for Savvy Girls Who Want to Stop Eating Crap and Start Looking Fabul: A No-Nonsense, Tough-Love Guide for ... Stop Eating Crap and Start Looking Fabulous!"

Dass ein deutscher Verlag es nicht hin bekommt diese positive Haltung zu übernehmen ist mal wieder mehr als bezeichnend.

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