Das Vorurteil, eine vegane Ernährung könne nicht gesund sein und führe zu allerlei Mangelerscheinungen, ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Gerade während der Schwangerschaft und Stillzeit, während der Kindheit und der Pubertät raten auch die meisten Ernährungswissenschaftler von völlig tierfreier Nahrung ab. Ganz anders sieht das hingegen die weltweit größte Ernährungsgesellschaft, die American Dietetic Association (ADA). Und an vielen berühmten Athleten können wir sehen, dass selbst Höchstleistungssport mit Veganismus gut vereinbar ist.
So führt nicht nur der Leichtathlet-Weltrekordler Carl Lewis seine Erfolge auf eine vegane Ernährung zurück, auch der Ironman Triathlet Dave Scott gewann ganz ohne tierische Lebensmittel sechs Mal den begehrten Preis von Hawaii. Die Tennisspielerin Martina Navratilova lebt ebenso vegan wie Jutta Müller, die Weltcupsiegerin im Windsurfen. Auch der Bodybuilding Weltmeister Alexander Dargatz lebt seit dem Jahr 2000 als Veganer. Für seine Fitness isst er täglich Müsli, aber auch viel frisches Obst und Gemüse. Zusätzlich greift der Mediziner, wie alle Leistungs- und Ausdauersportler, vor allem auf kohlenhydratreiche Nudeln zurück. Um den erhöhten Eiweißbedarf zu decken, variiert der 28-Jährige seine Gerichte mit viel Tofu und Hülsenfrüchten.
„Wir Menschen haben kein Recht, Tiere zu benutzen, zu gebrauchen und auszubeuten“, sagt der Umweltschützer. Doch auch seiner Gesundheit zuliebe verzichtet Alexander Dargatz auf Fleisch, Eier und Milchprodukte. Viele Leistungssportler fühlen sich durch die Umstellung auf vegane Ernährung fitter und weniger müde, da der Darm weniger stark belastet wird. Das gilt auch für den Bodybuilder, dem die Umstellung auf vegane Kost überhaupt nicht schwer fiel.