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Gerhard Pommer

Humane Tötung - was ist denn das?! Eine Begegnung mit dem "Tierschutz" (aus der Gori Times)

 

Mit ein paar Lebensmitteln unter dem Arm verlasse ich den Supermarkt, als mich an der Eingangstür ein Junge und ein Mädchen freundlich aber gezielt ansprechen:

"Haben Sie fünf Minuten Zeit? Wir sind vom Tierschutz".

 

"Ja", sage ich, "Tierschutz finde ich gut."

Begeistert schlägt das Mädchen - so um die 18 - eine rote Mappe auf. Sie ist voller Bilder, auf denen man grauenhaft verstümmelte und verletzte Tiere zu sehen bekommt.

 

"Wir setzen uns dafür ein, dass so etwas nicht mehr geschehen darf! Die Tiere sollen ein Grundrecht bekommen, als Lebewesen anerkannt zu werden, und nicht mehr als Sache."

 

"Das finde ich echt gut" sage ich.

"Wir kämpfen dafür, dass Tiere vor Ort human getötet werden" fügt der Junge enthusiastisch hinzu und zeigt mir ein passendes Foto.

 

"Diese Ferntransporte sind nämlich total unmenschlich. Die armen Tiere brechen sich dabei oft die Beine und es geht bei Schnee und Regen über die Autobahn!"

 

Ich starre auf die Bilder, während mir verschiedene Schlagwörter noch einmal durch den Kopf jagen: Humane Tötung?! Die armen Tiere?! Vor Ort schlachten?!

Als Lebewesen anerkennen?!

 

"Dann seid Ihr sicherlich auch Vegetarier, oder?" frage ich sie prüfend.

 

"Nun, ähm, tja weißt Du,---" Mit Mühe versucht das Mädchen eine Erklärung zusammenzubauen.

"Nun, wir sind halt für die humane Tötung, das heißt, die Tiere sollen vor Ort geschlachtet werden, statt..."

 

"Humane Tötung?!" fahre ich dazwischen, "was ist das überhaupt?"

 

Etwas nervös schauen sich die beiden an.

Der Junge antwortet:

"Also, human töten bedeutet, dass die Tiere in ihrer vertraulichen Umgebung von ihrem eigenen Halter einfühlsam getötet werden..."

 

"Bist Du denn der Meinung, das Tier wäre damit einverstanden?" frage ich.

Der Junge hat keine Antwort.

"Wärest Du damit einverstanden, wenn Du von einer Dir bekannten Person in Deiner vertrauten Umgebung einfühlsam getötet wirst?" frage ich weiter.

 

"Ja, aber ich bin ja auch ein Mensch," protestiert der Junge.

 

"Sagtet Ihr denn nicht gerade, Ihr wollet Euch für das Grundrecht einsetzen, daß die Tiere als Lebewesen anerkannt werden?"

"Ja" erwiderte das Mädchen.

"Was ist denn nun ein Lebe-Wesen? - Ein Wesen mit Recht auf Leben oder mit dem Recht, human getötet zu werden?"

 

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Humane Tötung? Egal, wie man es dreht und wendet, es läuft immer wieder auf das gleich heraus. Für das Tier gibt es nur eines. Es ist am Ende tot.
Ich hatte vor einiger Zeit einen Alptraum. Ich war ein Tier, das zur Schlachtung geführt wird. Das panische Gefühl, das mich im Traum überkommen hat kann ich heute noch nachfühlen. Wenn die Tiere dies ähnlich empfinden, weiss ich nicht was mit "humaner" Tötung gemeint sein soll. Ich denke jedoch, die beiden Jugendlichen sollte man nicht zu hart beurteilen. Die sind noch auf dem Weg. Immerhin haben sie bereits einen guten Anfang gemacht.

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Hallo Neo,

unsere Krishna-Freunde haben in der Hauszeitschrift "Gori Times" bewußt diese Schizophrenie in den Titel "Humane Tötung" eingebaut, um diesen Irrsinn transparent zu machen.
Daher ist ihr Artikel sehr gut geeignet, um diesen an "Hardcore-Leichenschmauser" ;-) weiterzuverteilen.
Deswegen habe ich das hier eingestellt!
Human (hu-man sanskrit für: Lichtwesen) und Töten passt überhaupt nicht zusammen!
:-) Gerhard

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