Ob in Gewürzmischungen, Fertigsuppen oder Chips, überall kann man es finden. Aber was genau steckt hinter Glutamat und warum ist es so gefährlich?
Glutamate sind im Grunde nichts anderes als Ester und Salze der Glutaminsäure, die wiederum ein natürlicher Grundbestandteil aller Eiweiß-Verbindungen ist. Diese Säure kommt häufig in Soja-Eiweiß vor, man findet sie jedoch auch in Getreide und unserer Leber. Es ist normal und ungefährlich, dass wir Tag für Tag mit natürlichem Eiweiß ungefähr 0,3 Gramm Glutaminsäure aufnehmen.
Problematisch ist jedoch die Verwendung von Glutamat als industriell zugesetzte Geschmacksverstärker, mit denen man unabhängig vom Aroma der Lebensmittel ein künstliches Hungergefühl simuliert. Neurologisch gesehen, handelt es sich dabei um ein Rauschgift, das über die Schleimhäute ins Blut und dadurch direkt im Stammhirn wirkt und dort zu Störungen führen kann. Auswirkungen sind zum Beispiel Schweißausbrüche, Magenschmerzen, Bluthochdruck und Herzklopfen. Die chemische Substanz kann aber auch zu einer Minderung der Lernfähigkeit, des Konzentrationsvermögens oder der Sinneswahrnehmung führen.
Für den Einsatz in Lebensmitteln wurden sechs Glutaminsäureverbindungen als Zusatzstoffe zugelassen, die man unter den E-Nummern E 620 bis E 625 gekennzeichnet hat. Leider kommt es häufig vor, dass Glutamat auf den Verpackungen nicht oder ungenügend deklariert sind.
Wer sich ausgewogen vegetarisch ernährt, ist auch hier im Vorteil, da gesunde und frische Lebensmittel auf Geschmacksverstärker verzichten können und die Glutamatbelastung dadurch um einiges geringer ist. Deshalb empfiehlt der
VEBU ein aufmerksameres Kaufverhalten und besondere Obacht bei der Kennzeichnung der Zusatzstoffe.
Verzichtet Ihr generell auf Fertigprodukte wegen der eventuell versteckten Zusatzstoffe?