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„Forget injuries, never forget kindnesses. – Vergiss die Verletzungen, vergiss nie Freundlichkeiten.“ Konfuzius

Ein schöner Ansatz, den uns der chinesische Philosoph Konfuzius mit diesem Spruch mitgibt: Vergiss die Verletzungen, die dir andere Menschen zufügen, aber vergiss nie die Freundlichkeiten anderer Menschen. Er fordert uns quasi auf, nicht in unseren negativen Gefühlen und Verletzungen hängen zu bleiben, uns aber an den Freundlichen zu freuen. Die Freundlichkeiten wirklich wahrzunehmen.




Unter Freundlichkeit verstehen wir die offene, anerkennende Haltung eines Menschen gegenüber seinen Mitmenschen und seiner sozialen Umgebung. Wenn wir mit anderen Menschen zusammenarbeiten und Zeit verbringen, schätzen wir Höflichkeit und Takt. Auch dies sind Eigenschaften, die nicht unbedingt selbstverständlich sind und uns rundum gut tun und unser Vertrauen in diese Menschen stärken. Freundlichkeit, die uns ein Mensch entgegenbringt, bewerten wir in der Regel aber noch höher, merken wir doch, dass uns der freundliche Mensch eindeutig positiv gegenübersteht und uns seine Aufmerksamkeit schenkt. Vielleicht sogar ein Lächeln, vielleicht sogar seine Zeit.

Wenn wir echte Freundlichkeit erleben, dann macht das ein Miteinander angenehm, leichter. Tatsächlich wirkt Freundlichkeit wie ein Schmiermittel in unserer täglichen Kommunikation. Ist jemand freundlich zu uns, sind auch wir viel leichter dazu bereit, freundlicher und großzügiger zu diesem zu sein, ihm einen Gefallen zu tun.

Das Schöne ist, wir müssen nicht auf die Freundlichkeit der anderen warten, sondern können uns selbst dazu entschließen, freundlich sein zu wollen. Ganz aktiv. Wir haben die Wahl. Wir sollten keine Gegenleistung für unsere Freundlichkeit von den anderen Menschen um uns herum erwarten. Aber wir können ganz sicher sein, dass uns mit Freundlichkeit so Manches in unserem Leben leichter fallen und Manches schöner werden wird. Weil nicht nur wir wissen, sondern auch die Anderen: selbstverständlich ist Freundlichkeit nicht. Also, lasst es uns versuchen, freundlich zu sein und sehen, was passiert!

Martina Strauss
Martina ist Yogalehrerin in Berlin Köpenick.
www.agents-of-peace-yoga.de

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Also, ich empfinde das Thema "Freundlichkeit" so in seiner nett verpackten Form gerade bezogen auf unsere Gesellschaft und das einzelne Individuum auch sehr problematisch. Denn die von Natur aus eh freundlichen und friedlichen Menschen werden ganz schnell von denen ausgenutzt die unfreundliche 'Ego-Schweine' sind - und Begriffe wie Freundlichkeit werden auch so oft verwendet um Konflikten aus dem Wege zu gehen und Aggressoren dadurch (in-)direkt zu stärken.

Es gibt Momente oder Zeiten da gilt es auch sich Verletzungen genau an zu sehen und zu merken. Gerade auch merken wie es dazu gekommen ist um dies in Zukunft zu vermeiden. Was eben auch bedeuten kann potentiellen Agressoren ganz 'unfreundlich' die Stirn zu bieten. Aus reinem Selbstschutz oder zum Schutze anderer Lebewesen.

Nur ein kleiner erster Gedanke. Ich weiß ja eh nicht wie sehr hier Diskussion statt findet :-)

Das Thema "Freundlichkeit" dürfte nach meiner Ansicht viele Überschneidungen zu Gerhards Blog

"Wie mit Vegetarismus/Veganismus in der Öffentlichkeit umgehen?" haben.

 

Im persönlichen Umgang mit Menschen sollte nach meiner Erfahrung ein respektvolles Verhalten als

Grundregel gelten.  Dies ist natürlich nicht immer einfach, weil es so viele unterschiedliche Situationen,

menschliche Biografien, auch Stimmungsschwankungen gibt.

Was man sich unbedingt angewöhnen sollte, ist jeglicher Verzicht auf persönliche Beleidigungen durch

Schimpfwörter sowie eine Gelassenheit dagegen, selbst auf diese Art angegriffen zu werden.

Es ist bei jedem Gespräch wohl erforderlich, an Grenzen zu gehen, in gleichem Maße aber auch, keine

zu überschreiten.  Selbstverständlich macht man immer wieder Fehler, die man aber korrigieren kann;

es ist keine Schande, sich bei Bedarf zu entschuldigen oder seine Aussage zu relativieren, wenn man

erkennt, daß man zu weit gegangen ist.

Ist man davon überzeugt, die richtige Sache zu vertreten ( und wir Vegetarier/Veganer dürfen das sein ),

so ist es auch möglich, unbelasteter als andere seinen "Horizont" zu erweitern, was eine gewisse Reifung

der Persönlichkeit und eine damit verbundene Lockerheit nach sich zieht.

Jeder wird immer wieder unfreundliche Attacken von Mitmenschen erleben, dennoch gibt es keinerlei Grund,

seine eigene Lebensphilosophie deretwegen in Frage zu stellen.

Nur in diesem Glauben können wir als weit verstreute Gemeinschaft stärker werden und unseren Zielen 

näherkommen.

Geduld ist ein elementares Element auf diesem steinigen Weg.

Interessanter Hinweis mit dem Blog "Wie mit Vegetarismus/Veganismus in der Öffentlichkeit umgehen?" Werde ich mir mal in Ruhe anschauen.

Aber ich bin auch nie (und das eben bald seit 25 Jahren) jemand gewesen der z.B. missionieren will oder Fleischesser angreift. Daher denke ich es geht auch in diesem Bereich nur durch positives VORLEBEN.

Ich habe auch mein Problem bzw. bin ich immer noch sehr skeptisch wenn Vegetarismus/Veganismus in bestimmten Kreisen zum neuen Dogma und "wir sind die Guten" gemacht wird. Da entstehen Feindbilder die wirklich nicht gut sind.

Mir ging es bez. des Artikel zu "Freundlichkeit" eher auch um ein grundsätzliches Problem. Denn besonders jegliche religiöse oder spirituelle Strömung wird oft gerne für ein verlogenes unterdrücken von z.B. gesunden 'negativen' Emotionen benutzt. >Was ich der Autorin (die wenn ich das richtig recherchiert habe Yoga-Lehrerin ist) damit nicht vorwerfen wollte! Mir war der Artikel nur etwas zu seicht und oberflächlich für diese komplexe Thematik. Da muss man(n) eben mal etwas ergänzen :-)

Denn wenn wir uns nur mal wirklich mit gewissen Dingen beschäftigen fällt auf dass es doch viel komplexer ist als 'wir müssen uns alle einfach lieb haben'.

Viele Christen glauben einem z.B. gar nicht was Jesus so in der Bibel gesagt hat:

 

  Lukas 22:36 "Wer kein Schwert hat, verkaufe seinen Mantel und kaufe eines."

 

Lukas 14:26 Wenn einer zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, seine Mutter, sein Weib, seine Kinder, seine Brüder und Schwestern [...] kann er nicht mein Jünger sein."

 

Ich finde Philosophie und Religionen enorm spannend wenn wir uns wirklich Alles anschauen und auch, dass die großen Propheten keine Leisetreter und brave Gutmenschen waren. Vielleicht wäre ich dann z.B. nicht vor einiger Zeit aus der Kirche ausgetreten.

In unserer Kultur, und darum ging es mir ja, gilt es schön angepasst, nett und leise zu sein. Alleine solche dummen Sprüche wie "wer schreit hat unrecht" sind ein schönes Symptom. Nein, manchmal muß man schreien weil man das Unrecht gegen sich oder andere nicht mehr aushält.

... und wie gesagt: Die von Natur aus Netten, Freundlichen und Pazifisten (wovon es hier sicherlich einige gibt) brauchen oft eher einen Kurs in Durchsetzungsvermögen als in noch mehr Freundlichkeit :-)

 

Hallo Zeus (einen interessanten nickname hast du:),

habe mich, um bei der Diskussion mitzumachen, hier angemeldet (bin sonst bei yogapad).

Also mit diesem Lob der Freundlichkeit, habe ich ganz und gar nicht gemeint, alles nur schön finden zu sollen. Freundlichkeit schließt meines Erachtens ganz und gar nicht aus, offen und kritisch durch das Leben zu gehen und klare Haltungen zu haben und zu zeigen.

Hass jedoch, wie in dem von dir erwähnten Bibelzitat propagiert, halte ich in jedem Fall für eine ganz schlechte und gefährliche Voraussetzung für Kommunikation.

Mir persönlich imponiert da viel mehr Gandhi, der mit seiner friedlichen Revolution so viel erreicht hat. Be the change you want to see in the world. Frei übersetzt: Sei DU die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.

Viele Grüße an dich von Martina

 

Hallo Martina,

ja,diese Community ist etwas 'tot' wie mir scheint. Vielleicht sollte ich mich auch mal woanders umsehehn :-)

Ich hätte mir hier auch gerne etwas interessanten Austausch gewünscht. Denn mit den Bibelzitaten wollte ich z.B. wirklich keinen Hass 'predigen'. Oh nein, die Gefahr für solche Missverständnisse besteht in dieser Forum-Form aber schnell mal wenn wenig Feedback kommt.

Ich wollte damit wohl etwas anstupsen. Etwas polarisieren vielleicht. Zeigen dass auch in der Bibel nicht immer nur Friedefreude-Eierkuchen steht :-)

Das erste Zitat mit dem Mantel und dem Schwert habe ich z.B. mal in einem Text von Osho zu Jesus gelesen. Hat mich damals sehr inspiriert. Und gerade neulich habe ich für mich das so ähnlich formuliert:

"Ein friedlicher Mensch muss sich für den Besitz eines Schwertes nicht schämen."

Ich weiß z.B. dass ich rhetorisch bewandert bin - und ganz schön zu hauen könnte. Mache ich aber meist nicht. Bin erst ganz lieb und nett - auch in Diskussionen. Viele unterschätzen mich dann und glauben sie könnten mich z.B. dominieren oder mund-tot-machen. Da hole ich dann doch z.B. irgendwann mein verbales Schwert raus - aus Selbstschutz.

Dieses Thema ist so spannend weil ich solche Probleme schon so oft hatte - und oft nie so genau wußte wie ich als totaler Pazifist damit umgehen soll.

Daher hatte ich einfach auch mal auf den Text geantwortet.

Viele Grüße

Zeus

P.S.: Ich habe mal im astrologischen Kontext zu mir gelesen "Der Diplomat (Waage-Sonne) mit der Seele eines Kriegers (Widder Mond)" - in diesen 'Gegensätzen' erkenne ich mich so sehr drin wieder.

-

Hallo Zeus,

na, das ist doch eine interessante astrologische Kombination.:)

Dass in der Bibel - wie du schreibst - nicht nur nette Sachen stehen, stört mich nicht. Da stört mich nur, dass sich so viele Aussagen inhaltlich widersprechen.

Und Osho lese ich übrigens auch sehr gern. Und der provozierte mit seinen Aussagen oft. Man muss da nicht immer einer Meinung mit ihm sein. Aber ich finde auch, dass er zum frischen Denken anregt und immer wieder dazu auffordert, nicht Anderen hinterherzulaufen..........

Viele Grüße von Martina

 

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