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Fischratgeber empört Vegetarier: Greenpeace empfiehlt Karpfen und Forelle

In der aktuellen Ausgabe des Fischratgebers stellt Greenpeace die Fischarten vor, die wir noch bedenkenlos essen können. So raten die Umweltaktivisten zu Karpfen, Forelle und Pangasius, während andere Fischbestände – wie Rotbarsch, Scholle, Seeteufel, Steinbeißer und Victoriabarsch – seit Jahren dramatisch zurückgehen. Doch viele Vegetarier und Umweltschützer fragen sich: Macht ein ökologischer Ratgeber Sinn, der das Töten bestimmter Fischarten propagiert?

Die Fische, die wir laut Greenpeace bedenkenlos essen können, stammen größtenteils aus Aquakultur in Südostasien. Doch gerade dort zeigte die kontrollierte Aufzucht bereits in der Vergangenheit sehr negative Folgen für die Gewässer: Nicht nur die Überdüngung, sondern auch eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit aufgrund der hohen Fischdichte und die damit verbundene Antibiotika haben das gesamte Ökosystem nachhaltig geschädigt. Der weite Transport und das Verfüttern mit Fischmehl von Tieren aus den umliegenden Gewässern sind aus ökologischer Sicht ebenfalls nicht tragbar.

Greenpeace rät dazu, nur Fisch zu konsumieren, der auf schonende Weise gefangen wurde und aus gesunden Beständen stammt, der also noch nicht durch Überfischung fast ausgerottet ist. Die Organisation zählt „vertretbare“ Alternativen zu den bedrohten Fischarten auf, ohne dabei auf die hieraus möglicherweise resultierenden Folgen einzugehen. Denn um dem Problem der Überfischung wirklich entgegenzuwirken, hilft nur der radikale Verzicht auf Fisch und andere Meerestiere.

Wie steht Ihr zu dem Thema Überfischung und Aquakultur? Und was haltet Ihr von solch einem Fischratgeber?

Quelle: www.vegetarier.net

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"Greenpeace rät dazu, nur Fisch zu konsumieren, der auf schonende Weise gefangen wurde und aus gesunden Beständen stammt, der also noch nicht durch Überfischung fast ausgerottet ist."

Das finde ich ist der geilste Satz. o.O
Alles was noch nicht zerstört ist auch zerstören, damit dann alles kaputt ist. So klingt das irgendwie für mich oder liege ich da falsch?
Und das sowas noch von Greenpeace stammt ist noch das härteste.. das die da nicht mal nen Schritt weitergedacht haben, wo sie es doch sonst bei allem machen finde ich ist einfach nur eine Blamage.
aus jahrelanger Selbsterfahrung kann ich bestätigen, dass Meeresbewohner als Nahrung für uns Menschen durchaus verzichtbar sind. Die Lebensräume in den Gewässern regeln deren Bewohner normalerweise unter sich, analog, wie die Wald- und Flurtiere ihre Revierkonflikte untereinander austragen. Wir Menschen müssen eben nur aufpassen, nicht einmal selbst auf dem Speiseplan eines Tieres zu erscheinen, spätestens jedoch der Würmer oder Ameisen, je nach dem, wo unsere Überreste dereinst bestattet werden, und der Urneninhalt düngt den Boden für die Pflanzen.
Also ich war mal Greenpeace-Fördermitglied. Eines der ersten Dinge, die ich gemacht habe, als ich vegan wurde, war diese Mitgliedschaft zu kündigen, da ich das was Greenpeace so veröffentlicht nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren konnte.
Ich bin Greenpeace-Fördermitglied und auch Gründungsmitglied der Greenpeace-Gruppe Straubing. Greenpeace hat viele gute Aktionen, aber den Fischratgeber find ich als Vegetarier natürlich nicht gut. Als die einzelnen Gruppen mal ne Fisch-Recherche machen sollten, hab ich logischerweise nicht mitgemacht und ich würd genauso auch keine solchen Ratgeber verteilen, weil das nicht meiner Überzeugung entspricht. Es ist zwar gut gemeint, wenn man den Leuten sagen will, mit diesem oder jenem Fisch tut ihr der Umwelt nicht gar so viel an, aber man sollte ja mal weiterdenken und zu dem Schluß kommen, daß kein Fisch lebt, um für uns Menschen am Teller zu landen...
Wieso wollen sie denn, dass auch der Fisch, der noch übermäßig vorhanden ist, auch ausgerottet wird?
Eine bessere Idee wäre, auf die Missstände beim Fischfang, der Fischzucht und verarbeitung aufmerksam zu machen.
Wenn Menschen sich das Recht herausnehmen, Fische u.a. Meeresbewohner(innen) zu fangen (oder fangen zu lassen), zu töten (oder töten zu lassen) und/oder auch zu verzehren, bis zu Überfischung, bzw. Über-Meerestierung, dann hätten karmisch gesehen auch MeeresbewohnerInnen das Recht, Menschen zu fangen und zu verzehren, oder gar das Festland zu übermenschen. Das klappt zumindest manchmal bei Haien, giftigen Rochen, Kraken oder Quallen, oder wenn sich ein Mensch beim Tafeln ´ne Fischvergiftung holt, was mir mal passiert war, kurz bevor ich zunächst Lacto-Vegetarier werden wollte.

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