In der aktuellen Ausgabe des Fischratgebers stellt Greenpeace die Fischarten vor, die wir noch bedenkenlos essen können. So raten die Umweltaktivisten zu Karpfen, Forelle und Pangasius, während andere Fischbestände – wie Rotbarsch, Scholle, Seeteufel, Steinbeißer und Victoriabarsch – seit Jahren dramatisch zurückgehen. Doch viele Vegetarier und Umweltschützer fragen sich: Macht ein ökologischer Ratgeber Sinn, der das Töten bestimmter Fischarten propagiert?
Die Fische, die wir laut Greenpeace bedenkenlos essen können, stammen größtenteils aus Aquakultur in Südostasien. Doch gerade dort zeigte die kontrollierte Aufzucht bereits in der Vergangenheit sehr negative Folgen für die Gewässer: Nicht nur die Überdüngung, sondern auch eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit aufgrund der hohen Fischdichte und die damit verbundene Antibiotika haben das gesamte Ökosystem nachhaltig geschädigt. Der weite Transport und das Verfüttern mit Fischmehl von Tieren aus den umliegenden Gewässern sind aus ökologischer Sicht ebenfalls nicht tragbar.
Greenpeace rät dazu, nur Fisch zu konsumieren, der auf schonende Weise gefangen wurde und aus gesunden Beständen stammt, der also noch nicht durch Überfischung fast ausgerottet ist. Die Organisation zählt „vertretbare“ Alternativen zu den bedrohten Fischarten auf, ohne dabei auf die hieraus möglicherweise resultierenden Folgen einzugehen. Denn um dem Problem der Überfischung wirklich entgegenzuwirken, hilft nur der radikale Verzicht auf Fisch und andere Meerestiere.
Wie steht Ihr zu dem Thema Überfischung und Aquakultur? Und was haltet Ihr von solch einem Fischratgeber?
Quelle:
www.vegetarier.net