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Deine Ernährung schädigt die Umwelt, Du zahlst! Einführung einer Fleischsteuer wahrscheinlich?

Vegetarier freuen sich. Was für Raucher, Alkoholkonsumenten und Vielfahrer schon lange gilt, kann auch für Fleischesser immer näher rücken: Eine zusätzliche, vom Staat erhobene Steuer auf Fleischkonsum. Was jeder Vegetarier weiß: Verzicht auf Fleisch ist gut für einen gesunden Körper und stärkt die Balance der Seele.



Aber der Verzicht auf Fleisch hat noch andere Vorteile, die weit über die persönlichen Vorzüge hinausgehen. Milliarden von Nutztieren, die ausschließlich für eine künftige Schlachtung aufgezogen werden, verursachen riesige Mengen an Treibhausgasen. Schafe und Hühner, Rinder und Ziegen, Schweine und Kälber – sie alle produzieren Methangase, die um das 23fache höher liegen als der CO2 Ausstoß.

Die Einführung einer Fleischsteuer soll den Konsum von Fleisch einschränken und mittelfristig die Zahl an Nutztieren reduzieren. Dadurch wird die Umweltbelastung drastisch reduziert. Wasserverbrauch und Wasserverschmutzung sinken. Schadstoffe, die durch die Fleischproduktion entstehen, sowie die Fehlnutzung der landwirtschaftlichen Flächen sinken. Die industrielle Fleischproduktion ist einer der größten globalen Umweltverschmutzer. 30 Prozent soll die Fleischsteuer auf industriell hergestelltes Fleisch betragen. Hinzu kommt noch die nationale Mehrwertsteuer. Für Bio-Fleisch gilt eine reduzierte Fleischsteuer von 15 Prozent, da die Umwelt weniger belastet wird und die Tiere artgerecht gehalten werden. Diese finanzielle Mehrbelastung spüren Nicht-Vegetarier ab 1. Januar 2014 deutlich, denn zu diesem Stichtag wird die Fleischsteuer mit dem Ziel der Reduktion des Fleischkonsums und der damit verbundenen Umweltschäden, eingeführt.

Haltet Ihr die Einführung einer Fleischsteuer für richtig oder schafft man durch finanzielle Mehrbelastung keinen Sinneswandel bei Fleischverzehrern? Anders gefragt: kann der Staat Menschen zu Vegetariern umerziehen?

Quelle: www.fleischsteuer.ch

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Antworten auf diese Diskussion

Hat die Erhöhung der Tabaksteuer zu weniger Tabakkonsum geführt? Wohl kaum.
Ohne Umdenken wird es nichts und mit Steuern erreicht man das keineswegs, sondern wahrscheinlich nur den gegenteiligen Effekt, daß sich die Leute "jetzt erst recht" sagen.
doch, die Erhöhung der Tabaksteuer hat wirklich dazu geführt, dass weniger Tabakwaren verkauft wurden.
ja, mit Werten von 10-20%. ich hätte vielleicht besser formulieren sollen, daß die Steuer (fast) niemanden zum Verzicht auf Tabakkonsum geführt hat, sondern eben nur zu vorübergehend, marginal weniger Konsum. am fundamentalen Problem hat es nichts geändert.
"In der Bundesrepublik Deutschland scheint die drastische Erhöhung der Tabaksteuer zusammen mit der verstärkten Information der Raucher und zunehmenden Rauchverboten an Arbeitsplätzen erfolgreich zu sein. Der Tabakkonsum ging stark zurück und viele Raucher hörten mit dem Rauchen auf."
http://de.wikipedia.org/wiki/Tabaksteuer_%28Deutschland%29
du willst doch wikipedia nicht ernsthaft als eine seriöse quelle bezeichnen? fakt ist, daß ein paar raucher aus finanziellen gründen damit aufgehört haben. was die "fleischsteuer" betrifft gilt das gleiche wie für "in-vitro-fleisch" o.Ä.: es hilft nichts, um den wirklich wichtigen bereich, das umdenken, voranzubringen. (wer wird schon dazu angeregt, wenn ständig nur auf egoistische interessen, wie geld oder gesundheit, bezug genommen wird?)
doch. im übrigen habe ich immerhin eine quelle genannt, anstatt einfach irgendwelche behauptungen aufzustellen.
falls du noch ne andere quelle möchtest (welche wäre denn bitter seriös in deinen augen??) http://www.upi-institut.de/tabaksteuer.htm
"Aus der Grafik ist ersichtlich, dass die Erhöhungen des Tabaksteuersatzes durch die damit verbundene Verteuerung von Zigaretten zu einer signifikanten Senkung des Tabakgenusses führten. Heute liegt der Verbrauch von Zigaretten erheblich niedriger als Mitte der 70er Jahre. Aus der Grafik ergibt sich, dass dieser Rückgang in Schüben passierte, die zeitgleich mit den stattgefundenen Erhöhungen der Tabaksteuer zusammenfielen. Daraus lässt sich unschwer ableiten, dass die mit den Erhöhungen der Tabaksteuer verbundenen Verteuerungen von Zigaretten für den Gesundheitsschutz deutlich wirksamer waren als alle Aufklärungsmaßnahmen über die Schädlichkeit des Rauchens. "

um die gründe gings hier ja auch erstmal nicht, aber eigentlich ist es auch egal, ob jmd aus finanziellen gründen dass schädliche verhalten unterbindet oder aus anderen.
Das ist wirklich eine gute Statistik, denn sie zeigt, wie der Konsum direkt zu den Steuererhöhungen (1977, 1982 und 1991) stark abfällt und dann sofort wieder anzieht. Woran liegt das wohl?
Das es insgesamt einen kontinuierlichen Trend zum Rückgang gibt, hat nicht viel zu sagen. Das gibt es beim Eikonsum auch, liegt aber am veränderten Ernährungsverhalten, nicht an einem ethisch motivierten Verzicht.
(Beim Tabak würde ich vermuten, daß es sich auf andere legale Drogen verlagert hat, zB. Alcopops oder anderen Alkohol.)

Und du hast recht, ich habe keine Quelle angegeben. Aber da du jetzt eine nachgeliefert hast, haben wir ja konkrete Zahlen: der Rückgang der letzten dort aufgeführten Steuererhöhung betrug 7%.

> um die gründe gings hier ja auch erstmal nicht

Genau das ist das Problem. Wie ich schon mehrfach sagte, reichen gesundheitliche oder finanzielle Gründe (ob Tabak oder Leichenteile) nicht weit. Wer aus diesen Gründen auf Leichenteile verzichtet, hat noch lange keinen Grund auf alle anderen Bereiche der Tierausbeutung zu verzichten. Natürlich kann man auch damit irgendwie eine Reduzierung erzeugen, aber wenn man mit solchen Methoden die Tierausbeutung abschaffen will, dauert es gut tausend Jahre. Wenn man stattdessen ein Umdenken provoziert, ist das wesentlich effektiver und damit schneller und nachhaltiger.
(Man kann genauso gut mit Umweltargumenten werben. Daß das nicht nachhaltig ist, sieht man an diesem Beispiel.)
Ein Umdenken wirkt sich natürlich am effektivsten auf den Konsum aus. Wie genau würdest du das angehen? Das ist ein wirklich heikles Thema!
Also ich hab jedenfalls aufgehört zu Rauchen, als ich es mir nicht mehr leisten konnte, als ich mich entscheiden musste: entweder Rauchen oder Studium. Davor hatte ich oft aufgehört und wieder angefangen. Süchte sind etwas Schlimmes.. Früher, als Teenager bin ich für kurze Zeit Vegetarier gewesen. Damals habe ich es nicht geschafft, ich durfte mir keinen Fleischersatz kaufen und wurde von meinen Eltern beschimpft. Und ich war außerdem regelrecht süchtig nach Fleisch.. Hinter jeder Statistik stecken Einzelschicksale. Wie kann man die Menschen dazu bringen, Mitgefühl zu empfinden?
Wieso dachtest du, du würdest unbedingt "Fleischersatz" brauchen?

Ich denke nicht, daß man jemanden zu "Mitgefühl" anhalten muß. Jeder dürfte ein Minimum an Empathievermögen besitzen, daher gilt es v.a. die Realität aufzuzeigen und die Verstrickungen des Konsums von Tierprodukten damit. Wie oft berichtet wird, können viele, nachdem sie im Schlachthof waren, keine Leichenteile mehr essen. Das hält u.U. nicht lange, weil sie die Verbindung zwischen dem und ihrem Essen, wieder verdrängen.
Und die Realität aufzeigt kann man z.B. mit Bildern.
an sich ja ein guter gedanke.aber wird das sicher eingeführt?

ich glaube nicht dass es sonderlich viel bringt, denn ein "richtiger" Raucher wird auch weiter rauchen, Preis hin oder her. erst wenn er persönlich beschließt nicht mehr rauchen zu wollen, hört er es auf!

Und so wird es auch mit dem Fleischkonsum sein! Die Fleischlichen Lebensmittel sind viel zu verankert in unserer Gesellschaft als das man durch so etwas einen Umschwung herbei führen könnte - leider
ich finde die einführung einer fleischsteuer eine hervorragende idee !

ob sie etwas bringt? JA

aufmerksamkeit auf das thema und zwar nicht zu gering.

einführungen von steuern und steuererhöhungen wurden schon immer sehr medienwirksam diskutiert. schon dies ist grund genug, sich für eine fleischsteuer STARK zu machen, wie ich finde :)
Ganz grosse Klasse !!!

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