Die schwedische Regierung testet aktuell die Möglichkeit, Lebensmittel mit Klima-Angaben zu bestücken. So fällt es Konsumenten einfacher zu erkennen, wie klimafreundlich ihr Essen ist. So besteht ohne jeden Zweifel ein starker Zusammenhang zwischen einer individuellen Ernährung und dem Klimawandel, dass auch zunehmend mehr Verbraucher/innen bewusst. Viele Menschen sind sich jedoch nicht im Klaren darüber, was genau wie klimaschädlich ist.
Natürlich: vegetarische Produkte schneiden besonders gut ab. Bei der Fleischproduktion hingegen werden nicht nur viele klimaschädliche Gase von den Tieren direkt produziert, auch der Regenwald, der für den Futtermittelanbau abgeholzt wird oder die Jauche der Tiere tragen erheblich zum Klimawandel bei. Zuletzt bezifferte deshalb die UNO den Anteil der Nahrungsmittelerzeugung am globalen Klimawandel auf mehr als 50%!
Im schwedischen Einzelhandel und der Gastronomie machen nun einzelne Anbieter vor, was bald europaweit eingeführt werden könnte: Sie lassen sich die Klimafreundlichkeit etikettieren.
Die schwedische Bevölkerung findet die Kennzeichnung hilfreich. Seit der Einführung werden Lebensmittel mit einem klimafreundlichen Sticker etwa 20 % häufiger verkauft als noch vor Einführung der Kennzeichnung.